Super-Start in die neue Saison
Die Organisatoren der LO Schweizer Kart Meisterschaft können sich auf die Schulter klopfen: Beim ersten Lauf der Meisterschaft im französischen Valence südlich von Lyon gingen 50 Piloten an den Start. Premiere feierte die neu geschaffene Kategorie National Junior & Senior, die Motorsport auch mit einem kleinen Budget möglich macht.
Patrick Falk, Direktor Auto Sport Schweiz: „Wenn man sich überlegt, dass Piloten und Teams einige hundert Kilometer anreisen mussten, dann können wir die gut besetzten Starterfelder als einen vollen Erfolg verbuchen. Im vergangenen Jahr durfte eine durchschnittliche Zahl von 41 Piloten bei den einzelnen Läufen begrüsst werden. Dieser Schnitt konnte für den ersten Event der Meisterschaft in diesem Jahr bereits eindeutig getoppt werden.“
Gut angenommen wurde auch die neue Kategorie National Senior. Insgesamt neun Piloten hatten sich in die Starterlisten eingetragen. Patrick Falk: „Hier bietet sich die Gelegenheit für weniger als 10 000 Franken (Material inkl. Spesen) eine ganze Saison fahren zu können. Zusammen mit dem Sponsor Lista Office haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen, um allen, die sich für Motorsport begeistern, den Einstieg zu erleichtern. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Interessenten informieren wir gerne ausführlich.“
Mehr als zufrieden ist Kart-Koordinator Alain Chatton, Präsident des Organisationskomitees, mit dem Start in die neuen Saison: „Trotz der misslichen Umstände, damit meine ich Entfernung und Wetter, war die Stimmung gut. Dazu haben sicher auch unsere Grid Girls beigetragen. Wir wollen und müssen die Chance nutzen, eine echte Schweizer Meisterschaft zu fahren. Diesmal waren schon Piloten aus allen Regionen dabei. Der Anfang ist gemacht.“
Trotz aller gebotenen Fairness wurden auf der Piste in Valence packende Zweikämpfe geboten. Speaker Bernhard Brunner: „Es kam zu keinen Zwischenfällen, die ernsthafte Konsequenzen erforderlich gemacht haben. Die Pilotinnen und Piloten haben um jeden Zentimeter. Gekämpft allen voran Cyndie Allemann, die sich bei den Rennen in Valence von ihrer Verpflichtung in Japan erholte: „Es macht richtig Spass. Mir ist es egal, ob ich in einer Super-Serie starte oder in einem Kart starte. Hauptsache ich bin ganz vorne dabei.“
Keine Überraschung, dass besonders in der Kategorie KZ2 schon auf den ersten Metern um bessere Positionen gerangelt wurde. Nach ein paar Runden konnte sich Kevin Lüdi deutlich absetzen und den Sieg feiern. Wie am Schnürrchen rollte es in der Klasse Super Mini. Ein paar Dreher, enttäuschte Mienen – das war’s. In der Kategorie National Senior hatte der Kart Club Thun-Oberland das Geschehen fest im Griff. Allein sechs Piloten aus dem Club haben sich in die Serie eingeschrieben. Etwas Aufregung gab es in der Klasse KF3. Antonio Barone legte einen Frühstart hin und Justin Meichtry verlor ein Rad. Bernhard Brunner: „Bei den Rennen dieser Gruppe gab es die interessantesten Überholmanöver.“ Pech hatte Severin Amweg im Final-Lauf der Kategorie KF2. Aus hoffnungsvollster Position ging er mit Regenreifen an den Start. Trotz anders lautender Vorhersage trocknete die Piste immer mehr ab und er musste sich mit einem hinteren Rang zufrieden geben bzw. musste zum Schluss wegen zu wenig Gewicht leider noch aus dem Finallauf ausgeschlossen werden. Aber wie heisst es so schön: That’s Racing. Die nächsten Punkte gibt es in Bella Italia zu holen.
Die Sieger der Kategorien
Super Mini: Lucas Legeret
National Senior: Vincenzo Alvaro
KF3: Gjergj Haxhiu
KF2: Joel Burgermeister
Kategorie KZ2: Kevin Lüdi
Der nächste Lauf der LO Schweizer Kart Meisterschaft findet am 27. Mai in South Milano statt. Die Klassemente des ersten Laufs aller Kategorien finden Sie auch in der Rubrik Kart unter Rankings.