Die Lizenzen für die Bereiche Karting und E-Sport des Piloten Karel Staut wurden mit sofortiger Wirkung wieder freigegeben. Die weltweite Suspendierung der Automobilsport-Lizenz bleibt hingegen unverändert bis zum 31. Dezember 2026 bestehen.
Im Nachgang zu den Verhandlungen der Disziplinarkommission (DK) von Auto Sport Schweiz vom 8. Oktober 2025 sowie des Nationalen Berufungsgerichts (NBG) vom 19. November 2025 wurden seinerzeit verschiedene Sanktionen gegen den Piloten Karel Staut verhängt. Der damals 14-jährige Fahrer hatte ohne die erforderliche, gültige Lizenz an Rundstreckenrennen im Automobilsport teilgenommen.
Die Disziplinarkommission sprach daraufhin eine Sperre für die Automobilsport-Lizenz bis zum 31. Dezember 2026 aus. Aufgrund von damals noch ausstehenden Bussen und Verfahrensgebühren im Gesamtkontext von CHF 12'121.50 suspendierte die Nationale Sportkommission (NSK) in der Folge auch seine Lizenzen für die Bereiche Karting und E-Sport.
Nachdem die offenen Forderungen per 5. August 2026 vollständig beglichen wurden, hebt Auto Sport Schweiz die verhängten Sperren im Bereich Karting und E-Sport per sofort auf.
Die weltweite Suspendierung der Automobilsport-Lizenz ist von dieser Teilaufhebung nicht betroffen und bleibt bis zum reglementarischen Ablauf am 31. Dezember 2026 vollumfänglich in Kraft.
Mit Spannung wird am kommenden Sonntag, 23. August, der fünfte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in Cremona (ITA) erwartet. Entscheidungen werden wahrscheinlich noch keine fallen, es sei denn…
Zum zweiten Mal nach 2025 gastiert die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft auf dem Kartodromo von Cremona in Italien. Der fünfte Lauf der diesjährigen Saison verspricht besonders viel Spannung. Denn in keiner der vier Kategorien hat sich bisher ein Fahrer so richtig absetzen können.
Den grössten Vorsprung hat Dan Allemann in der Kategorie X30 Challenge Switzerland. Der Sohn von Spirit-Teambesitzer Ken Allemann liegt vor dem Rennen in Cremona 43 Punkte vor Michael Müller vom Team Virtus Motorsport. Kann er diesen Vorsprung am Wochenende auf 75 Punkte ausbauen, wäre ihm der Titel schon vor dem Finale in Wohlen am 10. Oktober sicher. Dass Allemann jr. in der Lage ist, den Sack zuzumachen, ist unbestritten. Der 14-Jährige aus Birrhard (AG) verfügt über sehr viel Erfahrung. Und sein Speed ist unbestritten. Allerdings hat sich Verfolger Müller in dieser Saison als harter Brocken erwiesen. Der Routinier aus dem Glarnerland ist in bisher allen zwölf Rennläufen aufs Podium gefahren. Mehr als 24 Punkte hat er an einem Wochenende noch nie auf Allemann eingebüsst. Gut möglich also, dass der 26-Jährige die Meisterschaftsentscheidung vertagen kann. Vielleicht auch mit Hilfe von Alexis Genolet. Der Fahrer aus dem Team LKM liegt in der Meisterschaft auf Rang 3 (43 Punkte hinter Müller) und könnte in Cremona dem führenden Allemann durchaus noch Punkte wegnehmen. Und dann ist da auch noch der Viertplatzierte Nicola Mateo Frigg aus dem Team MH Racing. Im Vorjahr fuhr er bei den Junioren in Cremona einen «Grand Slam» heraus.
Den zweitgrössten Vorsprung hat Spirit-Pilot Ben Iten bei den Super Minis. Der Zuger liegt 37 Punkte vor seiner Teamkollegin Joy Allemann. Die hat zuletzt in 7 Laghi mit drei Rennsiegen Boden gut gemacht und könnte mit einer ähnlichen Leistung in Cremona das Rennen um den Titel nochmals frisch lancieren. Fest steht jetzt schon, dass der Titel (unter normalen Umständen) an Spirit Racing geht. Denn auch der Drittplatzierte Kimi Prost fährt für das Team aus Bremgarten (AG), liegt aber bereits 66 Punkte hinter Iten. Besonders erfreulich ist, dass die Zahl der Teilnehmenden bei den Super Minis sich gegenüber dem letzten Rennen wieder verdoppelt hat. So ist beispielsweise auch Liam Allemann wieder am Start. Der Sohn der ehemaligen Kart-Europameisterin Cyndie Allemann fuhr im dritten Rennen in Levier (FRA) auf Anhieb aufs Podest.
Nur 25 Punkte trennen die beiden schnellsten Piloten der KZ2. Wobei Kilian Boss aus dem Team Swizz Evenzz gegenüber Paolo Castagnetti (Gerber Team Corse) das Momentum in den beiden letzten Rennen auf seiner Seite hatte. Auch in Sachen Siegen hat Boss die Nase mit 5:4 vorne. Ein Leichtes wird es für den ehemaligen Gewinner des Young Drivers Projekts aber nicht werden. Castagnetti wird in Cremona alles daran setzen, den Rückstand zu verringern. Die beiden werden den Titel aber bestimmt nicht in Ruhe unter sich ausmachen können. Mit Florian Esteve (3., DEL motorsports) und den beiden Privatbewerbern Bastien Liénard (4.) und Kai Perner (5.) mischen noch weitere schnelle Schaltkart-Piloten mit. Und auch Emilien Koestner (ebenfalls DEL motorsports) und Remo Largo (Swiss Hutless) haben zuletzt einen Aufwärtstrend gezeigt.
Völlig offen ist der Kampf um den Titel bei den OK Junioren. Dort konnte Dilan Roman Fricker (Swiss Hutless) mit einem perfekten Wochenende in 7 Laghi zum Führenden Alejandro Campos (Spirit Racing) aufschliessen. Die beiden sind zwei Rennen vor Schluss nur gerade durch einen Punkt voneinander getrennt. Viel Druck von hinten werden die beiden in Cremona beim vorletzten Rennen nicht spüren. Zumindest, was die Meisterschaft betrifft. Der gegenwärtig Drittplatzierte Aurelio Longhitano verzichtet auf das Rennen in Italien. Und der Viertplatzierte Cyrill Sarkar (MH Racing) liegt doch schon 79 Punkte hinter der Spitze zurück. Zu weit weg, um Einfluss auf die Meisterschaft zu nehmen, ist auch Zoltan Coigny (Spirit Racing). Der junge Waadtländer hat aufgrund seiner internationalen Einsätze bisher die Hälfte der Saison der Schweizer Meisterschaft verpasst, ist zurzeit aber in bestechender Form und könnte in Cremona durchaus die Meisterschaftsentscheidung indirekt beeinflussen.
Zur Strecke: Das topmoderne Kartodromo von Cremona liegt auf halbem Weg zwischen Mailand und Bologna und ist in diesem Jahr zum zweiten Mal Schauplatz für einen Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Die 1224 Meter lange Piste mit ihren 16 Kurven zählt zu den Topstrecken Italiens und ist Austragungsort vieler internationaler Rennen. So wurde 2025 beispielsweise die Kart-Weltmeisterschaft in de Kategorie OK-N in Cremona ausgetragen oder das IAME World Final (ebenfalls in der OK-N). Die Strecke besteht aus einem kurvigen Infield und einer langen, leicht gekrümmten Start- und Zielgeraden. Eine der besten Überholmöglichkeiten bietet sich am Ende der Gegengerade.
Weitere Informationen zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft finden Sie auf https://motorsport.ch/de/kartsport. Um Zeitnahme und Livetiming kümmert sich in Cremona www.savoiechrono.com
Zeitplan
Samstag, 22. August
09.00-17.30 Uhr, Freies Training gemäss Zeitplan Streckenbetreiber
Sonntag, 23. August
09.00-09.52 Uhr, Offizielles Training (10 min pro Kategorie)
10.00-10.36 Uhr, Zeittraining à 6 Minuten pro Kategorie
10.45-12.05 Uhr, Rennen 1
12.05-13.15 Uhr, Mittagspause
13.25-14.45 Uhr, Rennen 2
14.45-16.25 Uhr, Finalläufe
ca. 17.00 Uhr, Siegerehrung (alle Kategorien)
Termine autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026
29. März, Franciacorta (ITA)
19. April, 7 Laghi (ITA)
31. Mai, Levier (FRA)
12. Juli, 7 Laghi 2 (ITA)
23. August, Cremona (ITA)
10. Oktober, Wohlen
Am Sonntag, 23. August, findet in Cremona (ITA) der fünfte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026 statt. Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann dies noch bis Sonntag, 16. Juli (24 Uhr), unter https://www.go4race.ch/ nachholen. Wir freuen uns auf Ihre/eure Teilnahme und wünschen allen Teilnehmenden schon jetzt viel Erfolg!
Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir gerne zur Verfügung (info@motorsport.ch oder Tel. 031 979 11 11). Infos zur Strecke gibt es unter diesem Link.
Der Schweizer Nachwuchs muss sich international längst nicht mehr verstecken. Am vergangenen Wochenende waren gleich mehrere Kartfahrer erfolgreich im Einsatz.
Zoltan Coigny zählt zu den Nachwuchsrennfahrern, die international schon des Öfteren für positive Schlagzeilen gesorgt haben. Am vergangenen Wochenende hat der junge Waadtländer beim «Nightrace» der IAME Italy in Lonato (ITA) einen weiteren Triumph eingefahren. Im Finale behielt der Spirit-Pilot die Oberhand gegen Landsmann Orlando Rovelli in der Kat. S125-Junior. Dank Elia Nützi (6.) und Lorenzo Zucchetto (10.) schafften es insgesamt vier Schweizer in die Top 10. «Im Qualifying waren wir auf eine Runde nicht ganz so schnell wie erhofft», meinte Coigny. «Aber unser Rennspeed war ausgezeichnet. Ein grosses Dankeschön an das Team für den unermüdlichen Einsatz.» In der Meisterschaft liegt Coigny auf Rang 2. Bei noch einem ausstehenden Rennen (13. September in Viterbo) hat er noch alle Chancen auf den Titel! Apropos: Top-10-Ergebnisse gab es auch für Lorik Shahinaj (6.) bei den Minis (unter 10) und Kimi Prost (9.) bei den Minis (über 10).
Für Ausrufezeichen auf internationalem Niveau sorgt auch regelmässig Dan Allemann. Beim vierten Europameisterschafts-Lauf in Kristianstad (SWE) hatte der 14-jährige Spirit-Fahrer die Pole-Position erobert. Leider ist ihm danach in den Vorläufen der Motor kaputt gegangen, was seine Chancen auf ein Top-Ergebnis zunichte machte. Im Finale kämpfte er sich dennoch auf Platz 16 nach vorne.
Den dritten und letzten Lauf absolvierte in Kristianstad (SWE) auch Alexis Genolet im Rahmen der FIA Academy Trophy Senior. Der junge Genfer war fest entschlossen, nach dem durchzogenen Wochenende in Mülsen (GER) nochmals anzugreifen und eventuell doch noch den Titel zu holen. Wie schon beim Auftakt in Valencia (ESP) fuhr der Fahrer aus dem Team LKM Racing ein grandioses Finale. Seinen Gegner im Kampf um den Titel, der Brite Albert Lapper, hatte er bis zur Zielflagge im Griff. Leider – aus Sicht von Genolet – reichte es Letzterem dennoch zum Gewinn des Senior-Titels, da dessen Punktevorsprung in der Meisterschaft gross genug war. Und es kam noch «schlimmer» für Genolet. Bei der technischen Abnahme nach dem Rennen wurde er wegen Untergewichts vom Finale disqualifiziert. Kleiner Trost: Weil die direkte Konkurrenz zu wenig oder gar keine Punkte machte, konnte Genolet seinen zweiten Schlussrang in der Gesamtwertung verteidigen. Gratulation!
Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hat zwei Drittel der Saison hinter sich. Am 23. August (in Cremona) und am 10. Oktober (in Wohlen) finden die beiden letzten Läufe statt. Danach ist auch diese Saison bereits wieder Geschichte – und die grosse Meisterfeier steht an. Diese geht am 14. November 2026 über die Bühne. Schauplatz ist die grandiose autobau Erlebniswelt in Romanshorn, der Sitz des Hauptsponsors und Namensgeber der SKM.
Einladungen und genaue Informationen zur Preisverleihung werden nach dem Finale in Wohlen versendet. Bis es soweit ist, gilt der Fokus den letzten beiden Rennen. Wer sich für den fünften Lauf in Cremona noch nicht angemeldet hat, kann dies unter www.go4race.ch bis Sonntag, 16. August (24.00 Uhr) machen.
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