Am Wochenende fand in Levier (FRA) der dritte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft statt. Dank dem einen oder anderen Drama bleibt es in allen Kategorien spannend. Etwas von der Konkurrenz absetzen konnte sich nur einer: Super-Mini Ben Iten.
Ihr Name ist eigentlich Programm. Joy Allemann versprüht Lebensfreude und hat immer ein Lachen auf den Lippen. Am Sonntag nach dem Finale der Super Minis war es ihr für einmal aber nicht zumute. Im Dreikampf mit ihren Teamkollegen von Spirit, Ben Iten und Kimi Prost, hat die Elfjährige Tochter von Teambesitzer Ken Allemann eine Niederlage einstecken müssen, obwohl alles noch gut angefangen hatte: Platz 2 im Quali, Sieg im ersten Vorlauf und Rang 2 im zweiten Vorlauf. Doch im Finale passte nichts mehr zusammen. Joy kam am Vorstart nicht weg und musste dem Feld hinterherjagen. Nur weil es eine dritte Einführungsrunde gab, konnte sie ihre ursprüngliche Startposition noch halbwegs einnehmen. Doch das half ihr nicht sehr viel weiter. In der zweiten Runde drehte sie sich und fiel ans Ende des Feldes zurück. Dort fuhr sie das Rennen zwar zu Ende, aber der anvisierte Podestplatz rückte in weite Ferne. Da halfen auch die aufmunternden Worte des Gesamtleaders Ben Iten und dessen Tätscheln auf den Helm der jungen Nachwuchspilotion nach Ablauf der elf Runden nicht viel. Nach Levier, also bei Halbzeit, hat Allemann (als Zweite) nun bereits 39 Punkte Rückstand auf Iten. Der hatte sich im Finale aus dem Staub gemacht und gewann mit mehr als fünf Sekunden auf Prost. Dritter war bei der Zieldurchfahrt Ilias Oskanian. Dieser bekam für eine zweite Verwarnung aber eine Fünf-Sekunden-Strafe und fiel so aus den Top 3. Nutzniesser war ein weiterer Allemann – Liam Allemann, der Sohn von Cyndie Allemann, der es damit in seinem ersten Rennen in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft direkt aufs Podium schaffte. So stand am Ende doch noch ein Allemann auf dem Podium der Super Minis. Aus Sicht von Joy halt einfach «nur» ihr Cousin.
Auch in der Kategorie X30 Challenge hätte es beinahe ein «Drama» für die Allemanns gegeben. Leader Dan Allemann blieb nach einem überlegenen Sieg im ersten Vorlauf im zweiten Rennen in Führung liegend stehen. «Ein Pleueldefekt», meinte Vater Ken Allemann und zuckte mit den Schultern. «So ist Motorsport – es kann nicht immer alles funktionieren.» Dan liess sich vom zwischenzeitlichen Rückschlag aber nicht entmutigen. Im Finale fuhr er von Startplatz 5 zurück an die Spitze und gewann damit nach Franciacorta und 7 Laghi bereits seinen dritten Finallauf in diesem Jahr. Zweiter wurde wie schon in 7 Laghi Michael Müller. Der 26-jährige Routinier aus dem Team Virtus Motorsport lässt mit seiner Erfahrung so manchen Jungspund hinter sich. Dass er «Dan the Man» in einem Finale noch nicht bezwingen konnte und dieser nach Levier immer noch 21 Punkte vor ihm liegt, wurmt ihn. Aber er verspricht: «Ich habe ja noch ein paar Rennen Zeit. Irgendwann wird es schon klappen…» Eine starke Leistung bot in Levier auch Nicola Mateo Frigg. Der X30-Rookie sicherte sich in allen drei Läufen Platz 3 – sehr zur Freude seines Teams MH Racing. Nicht ganz nach vorne schafften es Alessio Strollo (4., Spirit), Alexis Genolet (5., LKM) und Gauthier Sanjuan (6., Spirit). Während Genolet eines bessere Ausgangslage in Durchgang 1 nach einer Kollision verspielte, bekam Sanjuan nach dem Finale eine Spoiler-Strafe aufgebrummt. Die warf ihn von P3 auf P6 zurück.
Bei den OK Junioren hätte der dritte Lauf in Levier das Wochenende von Dilan Roman Fricker werden können. Der Fahrer aus dem Team Swiss Hutless liess im ersten Vorlauf überhaupt nichts anbrennen und siegte souverän vor Aaron Buhofer und Alejandro Campos (beide Spirit). Auch im zweiten Rennen gab Fricker den Ton an, fuhr die schnellste Rennrunde, fiel dann aber aufgrund einer defekten Lamelle zurück. Weil ausser ihm auch noch andere Fahrer im zweiten Lauf Probleme hatten, rettete der Berner Platz 5 ins Ziel. Im Finale startete er von Platz 3, überholte die beiden vor ihm liegenden Buhofer und Campos, musste sich aber schliesslich Aurelio Longhitano geschlagen geben. Der vor Levier gemeinsam mit Campos führende OK-Junior hatte bis dato einen rabenschwarzen Sonntag eingezogen. Im ersten Vorlauf schied er aus, weil die Kette kaputt ging, im zweiten Heat hatte er eine Kollision mit Buhofer. Im Finale bewies Longhitano dann aber, dass er auch mit Rückschlägen umgehen kann. Von ganz hinten stürmte er auf Platz 1 und feierte diesen danach zu Recht im Ziel. Trotzdem hat Longhitano im Kampf um die Tabellenführung Boden verloren. Campos liegt bei Halbzeit der Schweizer Meisterschaft mit 26 Punkten vor seinem Teamkollegen. Auf Platz 3 folgt Fricker, der bis auf sieben Punkte an Longhitano herangekommen ist. Irgendwie war es also doch sein Wochenende!
Auch in der Kategorie KZ2 hat es ganz vorne eine Rangverschiebung gegeben. Der vor Levier führende Paolo Castagnetti aus dem Team Gerber Corse hat die zwischenzeitliche Führung an Kilian Boss (Swizz Evenzz) abtreten müssen. Die Ränge 4, 4 und 3 reichten dem im Tessin wohnhaften Familienvater nicht, um die Führung zu verteidigen. Das unter anderem, weil Kilian Boss auf seiner «Heimstrecke» ein fast absolut perfektes Wochenende erwischte. Der Berner, 2023 Young Driver des Jahres, hätte sogar einen «Grand Slam» (Pole-Position, schnellste Rennrunde, drei Laufsiege) aufstellen können. Aber dazu fehlten im Quali zwei Tausendstelsekunden. Um diesen Wimpernschlag schneller war nämlich Bastien Liénard. Der Privatbewerber zeigte in Levier eine ebenfalls meisterhafte Vorstellung und wurde in allen Rennen Zweiter. Damit ist der 27-jährige Fribourger in der Meisterschaft zu einem ebenfalls ernstzunehmenden Titelkontrahenten geworden. Boss’ Führung beträgt nämlich nur elf Punkte auf Castagnetti und 23 auf Lienard. Auch Florian Esteve (aus dem Team DEL motorsports) liegt nach zwei dritten Rängen und einem vierten Finalplatz in Levier immer noch gut im Rennen, wenngleich er seine tadellose Frühform vom ersten Rennen bisher nicht ganz bestätigen konnte. «Kilian fuhr hier saustark», meinte Castagnetti. «Ich mag die Strecke eigentlich auch, aber mein Fahrstil ist nicht so soft, deshalb habe ich da nicht ganz mithalten können. Für Lonato am 12. Juli rechne ich mir wieder bessere Chancen aus.»
Im Rahmenprogramm der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft fand in Levier auch der erste Lauf zum Swiss Histo Kart Cup statt. Sieger des Gleichmässigkeits-Wettbewerbes war Dietmar Hasselwander auf einem Swiss-Hutless-Kart von 1990. Der nächste Lauf des SHKC findet bereits am 13. Juni in Lyss/BE statt.
Und so geht es weiter:
12. Juli, Lonato (ITA)
23. August, Cremona (ITA)
10. Oktober, Wohlen
Mike Coppens/Christophe Roux feierten bei der Rallye du Chablais (hinter Gesamtsieger Grégoire Munster aus Belgien) ihren dritten SM-Sieg in Folge. Mit Florian Gonon als erster Verfolger hat sich bei der «Chablais» wieder einmal gezeigt: Erfahrung ist in dieser Disziplin Gold wert!
An ihm führte bei der diesjährigen Rallye du Chablais kein Weg vorbei: Grégoire Munster feierte bei der 22. Ausgabe einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Der Belgier mit luxemburgischer Lizenz führte bei der «Chablais» von der ersten bis zur letzten Prüfung. 13 von 15 Bestzeiten gingen auf das Konto des WRC-erprobten Hyundai-Piloten. Nur in WP2 (Panex) und WP12 (Portes du Soleil) musste sich Munster mit Rang 2 begnügen. Am Ende hatte er mit seinem Co-Piloten Maxime Andernack ein Polster von 38 Sekunden herausgefahren. Und sorgte damit für den ersten Hyundai-Sieg bei der «Chablais».
Das beste Schweizer Team war einmal mehr Mike Coppens und Christophe Roux auf ihrem Skoda Fabia RS Rally2 vom Team Balbosca. Die amtierenden Schweizer Meister hielten erstaunlich gut mit Rallye-Profi Munster mit, obschon sie ihre letzte Rallye im Oktober 2025 bestritten haben. Zum Vergleich: Munster hat dieses Jahr schon vier Rallyes bestritten – darunter die Rallye Monte Carlo. Nur auf der 18 Kilometer langen Prüfung von Collombey nach Muraz hatten Coppens/Roux mehr als fünf Sekunden auf Munster verloren. In allen anderen Prüfungen liessen sich die Walliser nie mehr als 4,6 Sekunden abschütteln. Der 47-jährige Coppens feierte damit seinen dritten SM-Sieg bei der «Chablais» in Folge. Dass ihm hintereinander die ausser Konkurrenz fahrenden Sébastien Loeb (2025) und Grégoire Munster (in diesem Jahr) vor der Sonne standen, stört ihn wenig bis gar nicht. «Wenn man so lange wie ich nicht mehr im Rallye-Auto sass, dann ist es am Ende einer solch anspruchsvollen Rallye wie die Chablais schon eine Befriedigung, wenn man pro Kilometer nur 0,2 Sekunden auf einen Fahrer wie Grégoire Munster verliert», sagt Coppens. «Gleichzeitig ist es natürlich auch schön, die Rallye – was die Schweizer Wertung betrifft – zum dritten Mal hintereinander gewonnen zu haben.» Wie es für Coppens weitergeht, ist noch offen. Eine Teilnahme bei der nächsten SM-Rallye, der Rallye de Bourgogne, hängt von den finanziellen Möglichkeiten ab.
Hinter dem zweimaligen Schweizer Rallye-Meister kämpften Florian Gonon (mit Beifahrer Frédéric Hugon) sowie Nicolas Lathion (mit Co-Pilotin Morgane Apothéloz) verbissen um Rang 3. Am Freitagabend – nach neun von 15 Prüfungen – lag Gonon im Duell der beiden Walliser Skoda-Piloten knappe 3,1 Sekunden vor Lathion. Im Ziel waren es dann 7,7 Sekunden. Für den im März 50 Jahre alt gewordenen Gonon war es der erste SM-Podestplatz seit der Rallye du Valais 2015. Und das 17 Jahre nach seinem ersten Sieg bei der Rallye du Chablais 2009! Auch hier hat sich gezeigt: Erfahrung ist im Rallyesport ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg. «Man hat sicher in gewissen Situation etwas die Ruhe weg», sagt Gonon. «Aber die Jungen rücken nach und geben ordentlich Gas. Man muss also auf der Hut sein. Aber es freut mich natürlich, dass es diesmal für ein Podium geklappt hat – ganz speziell auch für meinen Co-Piloten Frédéric!»
Hinter Gonon und Lathion sicherte sich Yoan Loeffler (mit Beifahrer Aurélien Chiapello) den fünften Rang. Der Rückstand des Gesamtzeiten der letztjährigen Meisterschaft betrug im Ziel bereits 3:18 min. Abgerundet wurde die Top 10 durch Pascal Perroud/Charlène Greppin (6., Skoda Fabia), Gwen Lagrue/Romain Blondeau-Toiny (7., Citroën C3), Joël Rappaz/Gaëtan Aubry (8., Alpine A110 RGT+), Jérémie Toedtli/Alexandre Chioso (9., Skoda Fabia) und Ismaël Vuistiner/Florine Kummer (10., Skoda Fabia). Von diesen Teams hätte vor allem jenes von Toedtli weiter vorne stehen können. Bei einer Reifenpanne in der fünften WP verlor der Neuenburger allerdings mehr als vier Minuten. Zu diesem Zeitpunkt war einer Podiumsanwärter bereits weit zurückgebunden: Thibault Maret erwischte auf der vierten Prüfung einen Bordstein und konnte am zweiten Tag nur dank dem Super-Rallye-Reglement nochmals starten. Dieses erlaubt einem Team nach einem Unfall oder technischen Ausfall am nächsten Tag wieder ins Rennen einzusteigen.
Bestes Team bei den «Kleinen» war Yohan Surroca/Pierre Blot. Der 24-jährige Walliser war bei seinem zweiten Einsatz im Lancia Ypsilon klar der schnellste Rally4-Pilot und stand am Ende auch in der Schweizer Rallye-Pokal-Wertung ganz oben – gefolgt von Cédric Moulin (Renault Clio Rally4) und Michaël Esteves (Opel Corsa Rally4).
In der historischen Klasse, der VHC, setzten sich mit dem französischen Duo François Delecour/Fabrice Gordon erwartungsgemäss die Routiniers durch. Der in der FIA-Europameisterschaft für historische Fahrzeuge gemeldete Delecour war nur in einer Prüfung nicht der Klassenprimus, verzückte das Publikum aber mit den Klängen seines Peugeot 308 Maxi. Mit einem Rückstand von etwas mehr als drei Minuten sicherten sich Julien Camandona/Mélanie Crettaz (auf BMW M3 E30) den zweiten Gesamtrang und den Sieg in der Schweizer Wertung. Dahinter kamen die Markenkollegen Eddy Bérard/Florence Bérard und Nicolas Jolidon/Eric von Känel ins Ziel. Erwin Keller, Auftaktsieger beim Critérium Jurassien, schied nach einem mechanischen Defekt an seinem Mitsubishi Galant in der zehnten WP aus.
In der Gleichmässigkeitswertung VHRS ging der Gesamtsieg an Viglino/Dupraz (Citroën Saxo 16V). In der Kategorie VMRS für moderne Fahrzeuge stand der Alpine A 110 mit Reymond/Venturelli ganz oben auf dem Podium.
Weitere Informationen zur Rallye du Chablais 2026 gibt es unter diesem Link.
Und so geht es weiter:
10.-11. Juli, Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise (FRA)
18./19. September, Rally del Ticino
29.-31. Oktober, Rallye International du Valais
2025 hat die FIA in Malaysia erstmals einen «FIA Karting Arrive and Drive World Cup» veranstaltet. Interessierte Fahrer und Fahrerinnen für die diesjährige Ausgabe können sich bei Auto Sport Schweiz bewerben. Als Verband dürfen wir einen Fahrer und eine Fahrerin sowohl in der Junioren- (12-14 Jahre) als auch in der Seniorenklasse (14-18 Jahre) nominieren.
Um den Kartsport zugänglicher und preiswerter zu machen, hat die FIA 2024 den Global Karting Plan erschaffen und im Vorjahr zum ersten Mal einen «FIA Karting Arrive and Drive World Cup» veranstaltet. 107 junge Fahrer und Fahrerinnen aus 50 Ländern haben bei der Erstaustragung in Malaysia teilgenommen. Darunter auch der Schweizer Diego Gama.
In diesem Jahr hat die FIA ihr «Arrive-and-Drive»-Programm erweitert und drei kontinentale Meisterschaften ins Leben gerufen. In Europa wird diese Meisterschaft 2026 als Einzelrunde vom 17. bis 19. Juli 2026 in Słomczyn, Polen, ausgetragen und dient als Quali-Meisterschaft für den FIA Karting Arrive and Drive World Cup 2026, der später im Jahr stattfinden wird.
Interessierte Fahrer und Fahrerinnen dürfen sich auch dieses Jahr wieder bei Auto Sport Schweiz bewerben. Als Verband dürfen wir einen Fahrer und eine Fahrerin sowohl in der Junioren- (12–14 Jahre) als auch in der Seniorenklasse (14–18 Jahre) nominieren.
Um einen fairen Zugang zu gewährleisten, dürfen die Fahrer in den Jahren 2024–2026 an keiner FIA-Kart-Meisterschaft oder keinem FIA-Kart-Cup teilgenommen haben; die Teilnahme an der FIA Karting Academy Trophy und am FIA Karting Arrive and Drive World Cup 2025 ist jedoch zulässig. Teilnahmeberechtigt sind Fahrer, die im Besitz einer von einem europäischen ASN ausgestellten internationalen Lizenz sind.
Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link. Da wir bis zum 17. Juni «unsere» Fahrer und Fahrerinnen der FIA melden müssen, haben wir den Anmeldeschluss für die Bewerbungen auf Sonntag, 14. Juni 2026, terminiert. Später eingehende Bewerbungsunterlagen können nicht mehr berücksichtigt werden. Die Mail-Adresse für deine Bewerbung lautet: info@motorsport.ch
Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft geht am Wochenende in die dritte Runde. Austragungsort des dritten Laufs ist der Circuit de l’Enclos bei Levier in Frankreich, der nach einem Jahr Pause wieder in den Kalender aufgenommen wurde.
Nach einem Jahr Pause kehrt die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft nach Levier (FRA) zurück. Und eines dürfte jetzt schon feststehen: Das Wetter wird diesmal ganz bestimmt besser sein. 2024 regnete es nämlich nur einmal – von früh morgens bis spät abends.
Um von einem vorentscheidenden Rennen zu sprechen, ist es noch zu früh. Trotzdem markiert der dritte Lauf auf dem Circuit de l’Enclos bereits die Halbzeit der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Nach dem Gaststspiel in Frankreich stehen noch die Rennen in Lonato (12. Juli), Cremona (23. August) und Wohlen (10. Oktober) auf dem Programm.
Bei den Super Minis ist die Favoritenrolle ziemlich klar verteilt. Ben Iten (11) hat an den ersten beiden Rennwochenenden fünf der sechs möglichen Siege eingefahren. Der junge Zuger liegt deshalb vor Levier 23 Punkte vor der teaminternen Spirit-Konkurrenz mit Joy Allemann und Kimi Prost. Letzterer hat bereits 38 Punkte Rückstand auf Iten, konnte dafür im zweiten Vorlauf in Franciacorta (ITA) aber schon einmal gewinnen. Erster Verfolger dieses Trios ist Lorik Shahinaj, der nur knapp hinter Prost auf Rang 4 liegt. Zu ihren Debüts in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft kommen gleich drei Fahrer: Diego Stifani, Ilias Oskanian und Liam Allemann, der Sohn der ehemaligen Kart-Europameisterin Cyndie Allemann.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen haben wir bei den OK Junioren. Dort haben die Spirit-Fahrer Alejandro Campos und Aurelio Longhitano beide 120 Punkte. Schaffen es die beiden, auch in Levier auf diesem Niveau zu performen, werden sie sich aller Voraussicht nach vom Rest des Feldes absetzen können. Denn der Drittplatzierte, Zoltan Coigny, Finalsieger in 7 Laghi und eben erst Academy-Trophy-Gewinner in Genk (BEL), wird am Wochenende in Levier aufgrund eines internationalen Engagements fehlen. Damit wird Dilan Roman Fricker (Swiss Hutless) mit grosser Wahrscheinlichkeit mindestens eine Position nach vorne rücken. Denn auch der zurzeit Fünftplatzierte, Tyron Jaquet, wird in Levier nicht bei den OK Junioren antreten. Der Fahrer aus dem Team Spirit Racing ist per sofort in die X30 Challenge Switzerland gewechselt.
Dort stehen am Wochenende 26 Fahrer und Fahrerinnen im Einsatz. Zwei davon heben im Verlauf der bisherigen Saison bereits 100 und mehr Punkte geholt: der Führende Dan Allemann (Spirit Racing, 144 Punkte) und Michael Müller (Virtus Motorsport, 116). Der 26-jährige Routinier Müller wird alles daran setzen, Allemann Punkte im Kampf um die X30-Meisterschaft wegzunehmen. Ein einfaches Unternehmen wird das nicht werden. Allemann verfügt nicht nur über viel Erfahrung im Allgemeinen und in Levier im Besonderen, er hat von den bisher möglichen 150 Punkten bis jetzt gerade mal sechs Zähler verschenkt! Im Kampf um die vorderen Plätze wird man in Levier sicher auch ein Auge auf Allemanns Teamkollegen Elias Lehmann (95 Punkte) und LKM-Fahrer Alexis Genolet (80) werfen müssen. Einziger Wermutstropfen in einem sonst sehr starken Feld: Mit Neil Russell fehlt in Levier das UBIQ-Aushängeschild aus der Top 10.
Ziemlich offen gestaltet sich bisher die Saison in der Kategorie KZ2. Nach zwei Rennen führt – zum ersten Mal in seiner SM-Karriere – Paolo Castagnetti aus dem Team Gerber Corse. Der Vorsprung auf den zweitschnellsten Schaltkart-Fahrer Kilian Boss (Swizz Evenzz) beträgt aber lediglich 15 Punkte. Platz 3 okkupiert nach zwei von sechs Rennen Florian Estève (DEL motorsports). Auch er liegt mit nur drei Punkten Rückstand auf Boss nach wie vor sehr gut im Rennen. Auch die auf den Plätzen 4 (Bastien Liénard) und 5 (Kai Perner) folgenden Fahrer sind nicht weit weg von der Spitze. Konkurrenz kriegen Castagnetti & Co. am Wochenende von zwei Rückkehrern: Karen Gaillard, für gewöhnlich im italienischen Porsche Carrera Cup unterwegs, und «Evergreen» Kevin Wälti werden nichts unversucht lassen, die Top-Piloten zu ärgern. Erstmals in dieser Saison hat sich mit Martin Nyffenegger auch ein Fahrer für die KZ2 Master (ü30) eingeschrieben. Er ist mit seinen 32 Jahren der älteste Fahrer am kommenden Wochenende.
Zumindest im Rahmen der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Denn in Levier werden am Wochenende noch ein paar ältere Semester am Start stehen. Und zwar im Swiss Historic Kart Cup, der in Levier sein erstes von drei Rennen austrägt. Wobei auch Rennen nicht der richtige Ausdruck ist. Im SHKC geht es um gleichmässige Rundenzeiten. Es gewinnt also nicht zwangsläufig das schnellste Kart. «Mit 17 Teilnehmern haben wir eine neue Rekordkulisse für Levier», sagt Vizepräsident Beat Rämy stolz. «Es freut uns sehr, dass auch junge Teilnehmer Interesse an diesen Fahrzeugen mit den luftgekühlten 100er-Motoren haben. Es ist zwar nicht immer einfach entsprechende Ersatzteile zu finden, aber die Piloten helfen sich gegenseitig, was sich auf die gute Stimmung und den Zusammenhalt in dieser sympathischen Gruppe auswirkt.»
Zur Strecke: Der Circuit de l’Enclos misst 1176 Meter. Zahlreiche Rechtskurven und ein leichtes Gefälle wechseln sich mit kurzen Geraden ab. Gute Überholmöglichkeiten bieten sich am Ende der Start- und Zielgeraden, im Infield (Kurve 3) und in der Haarnadel kurz vor dem Einbiegen auf die langgezogene Rechtskurve vor dem Start. Für Zuschauer ist die Strecke von der Tribüne fast komplett einsehbar – ein idealer Ort also für den dritten Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026.
Weitere Informationen zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft finden Sie auf https://motorsport.ch/de/kartsport. Um Zeitnahme und Livetiming kümmert sich in Levier www.savoiechrono.com
Zeitplan
Samstag, 30. Mai
08.30-18.00 Uhr, Freies Training gemäss Zeitplan Streckenbetreiber
Sonntag, 31. Mai
08.25-09.15 Uhr, Offizielles Training (10 min pro Kategorie)
09.20-10.06 Uhr, Zeittraining à 6 Minuten pro Kategorie
10.15-11.50 Uhr, Rennen 1
11.50-12.50 Uhr, Mittagspause
13.00-14.35 Uhr, Rennen 2
14.35-16.30 Uhr, Finalläufe
ca. 17.00 Uhr, Siegerehrung (alle Kategorien)
Termine autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026
29. März, Franciacorta (ITA)
19. April, 7 Laghi (ITA)
31. Mai, Levier (FRA)
12. Juli, Lonato (ITA)
23. August, Cremona (ITA)
10. Oktober, Wohlen
Nach zwei Monaten Pause geht die Schweizer Rallye-Meisterschaft in die zweite Runde. Ab Freitag steht mit der Rallye du Chablais ein Klassiker auf dem Programm – mit dabei auch die amtierenden Schweizer Rallye-Meister Mike Coppens/Christophe Roux.
Die schlechte Nachricht vorweg: Jonathan Hirschi wird nicht am Start der 22. Ausgabe der Rallye du Chablais sein. Der Schweizer Rallye-Meister von 2022 und 2023 und Führende des Gesamtklassements muss aufgrund eines Unfalls bei der Rallye d’Antibes-Côte d’Azur auf den zweiten Schweizer Meisterschaftslauf verzichten.
Damit steht also bereits vor dem zweiten Lauf fest, dass Hirschi a) seine Ambitionen auf den dritten SM-Titel, wenn er welche hatte, hinten anstellen muss und b) es beim zweiten Lauf einen neuen Sieger gibt. Dieser könnte durchaus Mike Coppens heissen. Der amtierende Schweizer Rallye-Meister gibt am Wochenende seinen Einstand in der diesjährigen Meisterschaft. Zusammen mit seinem Co-Piloten Christophe Roux peilt er bei einer seiner Lieblingsrallyes den dritten SM-Sieg in Folge an. Im Vorjahr wurde der 47-jährige Walliser nur von Rallye-Legende Sébastien Loeb bezwungen. Dieser fuhr jedoch «ausser Konkurrenz». Ähnliches könnte auch dieses Jahr passieren. Denn Coppens geht nicht mit der #1 ins Rennen. Diese ist für den Belgier Grégoire Munster, der mit luxemburgischer Lizenz fährt, reserviert. Der ehemalige offizielle M-Sport-Ford-Pilot zählte in den vergangenen zwei Jahren zu den Top-10-Piloten in der WRC und wird bei seiner Premiere in der Schweiz ganz bestimmt nicht nur auf «Ankommen» fahren…
Skoda-Pilot Coppens, der seine letzte Rallye im Oktober 2025 absolvierte, hat bei der zur FIA-Rallye-Europameisterschaft (FIA ERT) zählenden Rallye du Chablais aber auch «intern» namhafte Konkurrenz. Yoan Loeffler/Aurélien Chiapello, Gesamtzweite im Vorjahr, Thibault Maret/Louis Louka, Nicolas Lathion/Morgane Apothéloz, Gwen Lagrue/Romain Blondeau-Toiny, Pascal Perroud/Charlène Greppin, Ismaël Vuistiner/Florine Kummer, Florian Gonon/Frédéric Hugon sowie Jérémie Toedtli/Alexandre Chioso werden es dem zweimaligen Schweizer Rallye-Meister sicher nicht leicht machen. Vor allem Maret, der auf diese Saison von einem Skoda Fabia auf einen Citroën C3 Rally2 gewechselt hat, brennt darauf, endlich ganz oben zu stehen.
Gespannt sein darf man auch auf das Abschneiden von Jérémy Michellod und Grégory Maître. Der jüngere Bruder von Jonathan Michellod wird zum ersten Mal mit einem Rally2-Auto ausrücken. Insgesamt sind 15 Fahrzeuge der «Königsklasse» (Rally2) gemeldet. Dazu gesellen sich zwei RGT+ (Joël Rappaz mit seiner Alpine und Olivier Bourgnon auf Porsche 997) sowie vier Rally3-Teams. Alles in allem haben sich 43 «moderne» Teams eingeschrieben.
Dazu gesellen sich 25 historische Fahrzeuge, wobei zwei davon zur Rallye-Europameisterschaft zählen. Ein Teilnehmer dürfte vielen Rallye-Fans bekannt sein: François Delecour. Der WRC-Gesamtzweite von 1993 wird zusammen mit Fabrice Gordon an Bord eines Peugeot 306 Maxi sein Comeback in der Schweiz feiern. Aus Schweizer Sicht werden wir erneut die meisten Teams sehen, die schon beim Critérium Jurassien um die Spitzenplätze gekämpft haben, insbesondere die Sieger Keller/Juple (Mitsubishi Galant) und ihre Verfolger Bérard/Bérard sowie Brosy/Erisman (beide auf BMW M3).
In den beiden Gleichmässigkeitsklassen stehen insgesamt 13 Teams am Start – neun davon in der VHRS, der historischen, vier in der VMRS, der modernen Wertung. Sieger des ersten Laufs beim Critérium Jurassien war das Ehepaar Laurent und Florence Pernet.
Die Servicezone und das Hauptquartier der Rallye befinden sich in Aigle im Kasernenareal. Die Rallye beginnt am Donnerstag, 28. Mai, mit den administrativen Abnahmen, den technischen Kontrollen und einer Super-Sonderprüfung in Leysin. Der Start zur 2. Etappe, bestehend aus acht Sonderprüfungen, erfolgt am Freitag, 29. Mai. Am Samstag, 30. Mai, findet die 3. Etappe mit sechs Sonderprüfungen statt, die mit der Siegerehrung (ab 21.30 Uhr) in Aigle endet. Weitere Informationen zur Rallye du Chablais 2026 gibt es unter diesem Link.
Termine Schweizer Rallye-Meisterschaft 2026
27./28. März, Critérium Jurassien
28.-30. Mai, Rallye du Chablais
10.-11. Juli, Rallye de Bourgogne-Côte Chalonnaise (FRA)
18./19. September, Rally del Ticino
29.-31. Oktober, Rallye International du Valais
Zoltan Coigny (13) wird sich gesagt haben: «Was Alexis Genolet bei den Senioren kann, das kann ich bei den Junioren!» Und in der Tat: Der junge Waadtländer siegte beim Auftakt zur FIA Academy Trophy in Genk (BEL). Herzliche Gratulation!
Zwei Nachwuchstalente darf Auto Sport Schweiz jährlich bei der FIA Karting Academy Trophy ins Rennen schicken: eines bei den Junioren, eines bei den Senioren. Beide Trümpfe haben beim Auftaktrennen gestochen. Alexis Genolet (16) gewann in Valencia das Auftaktrennen bei den Senioren souverän, Zoltan Coigny jenes bei den Junioren am vergangenen Wochenenden im belgischen Genk. Beiden sei an dieser Stelle herzlich gratuliert! Dass gleich beide junge Fahrer, die sonst in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft fahren, ganz oben stehen, macht auch uns als Verband stolz!
Coigny hatte schon im finalen Quali-Heat den Tarif durchgegeben und sicherte sich souverän die Pole-Position. Beim Start zum Finale kam er gut weg und hatte sich bis zur Mitte der ersten Runde einen Vorsprung erarbeitet – genau wie sein Schweizer Landsmann Genolet vor zwei Wochen in der Academy Senior. Bis ins Ziel baute der junge Waadtländer seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Die Ziellinie überquerte er mit 2,7 Sekunden auf den Chinesen John Han.
«Der Start in die Woche war schwierig, da wir nicht wirklich schnell waren», meinte Coigny, «aber dann haben wir das richtige Set-Up gefunden, sodass das Qualifying wirklich gut lief. Die Pole-Position zu holen und nun auch im Finale wieder von vorne zu starten, ist natürlich grossartig, und der Sieg im Finale ist obendrein noch ein zusätzlicher Bonus.»
In beiden Academy Trophys liegen nach dem ersten (von drei) Rennen also zwei Schweizer vorne. Für Genolet (76 Punkte) geht es vom 11. bis 14. Juni in Mülsen (GER) weiter. Für Coigny (75 Punkte) vom 2. bis 5. Juli in Sarno (ITA). Drücken wir den beiden die Daumen, dass es so weiter geht!
DTM, GT Masters, Rallye, Formel 4 – auch am Pfingst-Wochenende gab es aus Schweizer Sicht Grund zum Jubeln. Vor allem das erste DTM-Rennen in Zandvoort war ein Highlight.
Als Schweizer Motorsport-Fan hatte man auch am Pfingst-Wochenende Grund zum Jubeln. Beim zweiten Lauf zur diesjährigen DTM in Zandvoort war vor allem das erste Rennen fest in Schweizer Hand. Schon im Qualifying vermochte Emil Frey Racing mit den Positionen 1 (Matteo Cairoli) und 2 (Thierry Vermeulen) zu überzeugen. Im Rennen liess der Italiener dann nichts anbrennen und feierte einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Ausserdem wurde er als «Fahrer des Tages» ausgezeichnet. Kollege Vermeulen verlor am Start eine Position, verteidigte Rang 3 aber ebenfalls souverän. Im zweiten Durchgang schaffte es die Safenwiler Truppe ebenfalls mit beiden Ferraris in die Punkte: Vermeulen wurde Fünfter, Cairoli Elfter. «Der Samstag war natürlich sensationell mit dem Sieg für Cairoli, der erste mit uns und in der DTM überhaupt – und dann noch mit Vermeulen auf dem Podium. Noch dazu hatten wir erneut den schnellsten Boxenstopp – den Dritten hintereinander», freute sich Teamchef Lorenz Frey-Hilti. Für Porsche-Manthey-Fahrer Ricardo Feller endete das Zandvoort-Wochenende mit zwei zehnten Plätzen und der schnellsten Rennrunde im ersten Lauf. Der Sieg im zweiten Rennen ging übrigens an Kelvin van der Linde aus Südafrika.
Einen Schweizer Erfolg gab es (wie schon beim Auftakt) auch im ADAC GT Masters. Dort sicherte sich Felix Hirsiger (nach Platz 4 im ersten Lauf) den Sieg im zweiten Durchgang. Damit hat sich der Mann aus Küssnacht am Rigi gleich sein eigenes Geburtstagsgeschenk gemacht. In der Woche vor dem Rennen in Zandvoort feierte der ehemalige Porsche-Sports-Cup-Suisse-Gewinner seinen 28. Geburtstag. In der Meisterschaft liegt Hirsiger nach zwei Rennen mit 85 Punkten in Führung.
Weiter auf der Erfolgswelle fährt auch Matthias Schläppi im Deutschen Rallye Cup. Fünf Wochen nach dem Last-Minute-Klassensieg bei der Ostalbrallye fuhr Schläppi in der Klasse NC3 für Fahrzeuge mit einem Hubraum zwischen 1600 und 2000 cm3 einen souveränen Klassensieg mit mehr als zwei Minuten Vorsprung heraus. Bei der 27. Hunsrück-Junior-Rallye hatte der Meiringer lange sogar das allererste Gesamtpodium seiner noch jungen Rallyekarriere vor Augen. Am Ende stand ein starker fünfter Platz im Gesamtklassement zu Buche. Eine besondere Geschichte gibt es noch vom Beifahrersitz des Peugeot 208 zu berichten: Die Schweizerin Iris Thurnherr feierte dort nach einer langen Pause ihr Comeback im Rallyewagen. Fast 15 Jahre war es her, dass die Alpnacherin zuletzt an einer Rallye teilnahm – damals griff sie selbst erfolgreich ins Lenkrad.
Einen weiteren Rookie-Podestplatz gab es auch für Florentin Hattemer in der italienischen Formel 4. Im ersten Rennen wurde der Trident-Pilot Dritter bei den Neulingen. Mit den Gesamträngen 7, 8 und 14 überzeugte er erneut. Auch Levi Arn war wieder stark unterwegs. Im zweiten Rennen kämpfte der Jenzer-Motorsport-Pilot um die Positionen 4/5, als er wegen einem Plattfuss zurückgeworfen wurde. Im ersten Rennen verpasste er als Vierter knapp das Rookie-Podium. Auch das Team Maffi Racing belohnte sich für eine gute Leistung. Wieder war es der Däne David Walther, der den Genfern in Rennen 3 einen Podestplatz (P3) sicherte.
Nicht ganz so erfolgreich war Chiara Bättig beim dritten Lauf in der englischen Formel-4-Meisterschaft. Mit den Rängen 17, 14 und nochmals 14 hat sie aber auch an diesem Wochenende wieder fünf Punkte dazugewonnen. In der Gesamtwertung liegt sie auf Rang 13.
Seinen ersten Podestplatz der Saison sicherte sich auch Jasin Ferati in der italienischen GT-Meisterschaft. Im zweiten Rennen zum Sprint-Cup wurde der Winterthurer Zweiter. In beiden AM-Klassen führt das Schweizer Team Spirit of Race.
Die Geschäftsstelle von Auto Sport Schweiz wird in den kommenden Tagen wie folgt zu erreichen sein:
Montag (Pfingstmontag), 25.05.2026, geschlossen
Ab Dienstag, 26. Mai 2026 stehen wir Ihnen zu den üblichen Büroöffnungszeiten jederzeit gerne wieder zur Verfügung.
Auto Sport Schweiz
Am kommenden Pfingstwochenende findet im Jura ein Anlass statt, den man als Rennfan eigentlich nicht verpassen sollte: Das Bergrennen Les Rangiers feiert seinen 100. Geburtstag.
Es ist nicht mehr dieselbe Strecke. Und dennoch sollte man die Feste feiern, wie sie fallen. Am kommenden Pfingstwochenende (Samstag/Sonntag) feiert man im Jura den 100. Geburtstag des Bergrennen Les Rangiers – und zwar auf der sieben Kilometer langen Originalstrecke von Develier hinauf nach Les Rangiers. Nahezu 200 Fahrzeuge werden erwartet – darunter aktuelle Rennfahrzeuge aus der Schweizer Meisterschaft, aber auch echte Klassiker wie der Sauber C2, der Amweg AW76 oder ein Martini-BMW F2.
Infos zur Veranstaltung gibt es unter diesem Link. Der Zugang zum Event ist für alle Zuschauer kostenlos. In den verschiedenen Zuschauerzonen stehen Verpflegungsstationen zur Verfügung, mit warmen und kalten Getränken sowie Speisen, dazu Tische und Bänke. Bitte beachten Sie die Beschilderung vor Ort sowie die Anweisungen der Streckenposten.
Die Schweizer Junioren-Meisterschaft hat Halbzeit. Nach den vier Slaloms liegt ein Quartett mit Steven Chiquita, Alessandro Grispino, Ursanne Salomon und Mario Schöpfer noch ohne Verlustpunkte in Führung.
Es ist an der Zeit, Halbzeitbilanz zu ziehen. In der Schweizer Junioren-Meisterschaft sind die ersten vier Rennen absolviert – allesamt Slaloms. Die zweite Saisonhälfte wird dann am Berg ausgetragen. Mit den Rennen in Hemberg (7. Juni), La Roche (14. Juni), Anzère (26. Juli) und Oberhallau (30. August). Die drei besten Rennen pro Disziplin fliessen jeweils in die Endabrechnung ein. Stand heute liegen Steven Chiquita, Alessandro Grispino, Ursanne Salomon und Mario Schöpfer gemeinsam mit je 75 Punkten auf Rang 1, wobei der 24-jährige Schöpfer aus diesem Quartett das schlechteste Streichresultat hat. Der VW-Golf-Pilot kassierte in Bure «nur» einen Zwanziger. In Frauenfeld sowie Ambri 1 und 2 hatte er sich zuvor die volle Punktzahl (25) gesichert.
Abgerechnet wird aber bekanntlich erst am Schluss. Deshalb sind Prognosen zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas verfrüht. Ein technischer Defekt bei einem der bevorstehenden Bergrennen – und schon kann der Traum vom Junioren-Titel platzen. Einer, der diese Erfahrung machen musste, ist Lionel Ryter. 2024 lag er bis zum letzten Rennen am Gurnigel Kopf an Kopf mit Jannis Jeremias in Führung. Weil er als Formelpilot die besseren Karte hatte (bei Punktegleichheit zählen die besseren Platzierungen im SCRATCH), hatte er den Titel vor Augen. Doch dann streikte ausgerechnet beim Finale die Technik an seinem Formel Renault. Bitter enttäuscht musste er mitansehen, wie Jeremias den Titel holte. Im Vorjahr revanchierte sich Ryter und holte nach, was ihm 2024 durch die Lappen ging. «Man könnte meinen, es gehe nur um einen Junioren-Titel», sagt Ryter. «Aber ich habe in den vergangenen zwei Jahren gespürt, welcher Druck es auslösen kann, diesen gewinnen zu wollen.» 2026 ist Ryter für eine neuerliche Teilnahme an der Schweizer Junioren-Meisterschaft zu alt. Nur Fahrer bis 25 dürfen sich einschreiben. Damit ist jetzt schon klar: Nach Jeremias (2024) und Ryter (2025) wird es in diesem Jahr aufgrund der Altersregel einen neuen Meister geben.
Wer dies sein könnte? Salomon hat auf dem Papier die besten Karten. Wäre die Meisterschaft nach vier Slaloms bereits beendet, ginge der Titel aufgrund der SCRATCH-Regel an den 20-Jährigen aus Fregiécourt. In Frauenfeld war Salomon Dritter, in Ambri jeweils Zweiter und zuletzt in Bure sogar Erster. Herausforderer Steven Chiquita (23) kann da mit seinem BMW E30 naturgemäss nicht mithalten. Ihm stehen die SCRATCH-Platzierungen 39, 26, 24 und 14 zu Buche. Das würde (Stand heute) für Platz 2 reichen. Dritter wäre Renault-Clio-Pilot Alessandro Grispino (25). Der amtierende Slalom-Champion belegte die Positionen 60, 41, 37 und 24 in den jeweiligen Tageswertungen.
Aber wie gesagt: Entschieden ist noch gar nichts. Ein Patzer am Berg – und schon könnte sich das Blatt wenden. Spannung ist jedenfalls garantiert.
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