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31.08.2026 Bergrennen Oberhallau: Aller guten Dinge sind drei
Faustini Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Oberhallau ist ein gutes Pflaster für den alten und neuen Meister © Eichenberger

Robin Faustini sicherte sich beim Bergrennen in Oberhallau seinen dritten Schweizer Meister-Titel in Serie. Bei den Tourenwagen wurde die Entscheidung vertagt und fällt nun am 20. September beim Finale der Schweizer Berg-Meisterschaft in Les Paccots. 

Aller guten Dinge sind drei! Selten hat ein Sprichwort so gut gepasst. Gestern Sonntag, 30. August, fiel beim Bergrennen in Oberhallau die Entscheidung über den Schweizer Meister-Titel. Dieser ging nicht nur zum dritten Mal nacheinander an Robin Faustini auf seinem Nova-Emap NP01. Es war auch das dritte Mal, dass der junge Aargauer seinen Titel in Oberhallau vorzeitig sicher stellte. «Oberhallau scheint ein gutes Pflaster für mich zu sein», grinste Faustini, der 2021 dort seinen ersten Sieg bei einem Bergrennen feierte. Inzwischen sind einige mehr dazugekommen – genau genommen 20 an der Zahl. Oder anders formuliert: Seit Ende 2023 haben nur zwei Fahrer Faustini bei einem Lauf zur Schweizer Berg-Meisterschaft bezwingen können: Victor Darbellay zuletzt in Les Rangiers (nach einem technischen K.o. von Faustini) und Joël Volluz 2024 in La Roche. Dieses Rennen kollidierte jedoch mit dem Bergrennen Hemberg. So gesehen hatte Faustini, der damals im Toggenburg startete, gar keine Chance, sich diesen Rennsieg zu sichern.

Grosse Gegenwehr hatte Faustini in Oberhallau nicht. Der in der Meisterschaft Zweitplatzierte Michel Zemp musste für den Renntag «Forfait» geben, nachdem an seinem Norma-Helftec im dritten Training die Airbox gerissen war. «Ich bin losgefahren und nach 200 Metern gab es einen heftigen Knall», sagte Zemp. Auch Marcel Steiner musste leider früher zusammenpacken. Im ersten Rennlauf kam er zwar bis zur «Brotlaube», dort musste er seinen Nova-Helftec aber mit einem Schaden an der Kurbelwelle abstellen. So sicherte sich Faustini mit zwei ungefährdeten Bestzeiten und einer Gesamtzeit von 2:18,114 min den Tagessieg. Hinter ihm fuhren der Deutsche Benjamin Noll (2:26,462 min) und Robins Papa Simon Hugentobler in seinem Osella PA30 (2:30,038 min) auf die Ränge 2 und 3. 

Hugentobler Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Simon Hugentobler vervollständigte den Familientriumph © Eichenberger

Auf Gesamtrang 4 folgte mit dem deutschen Bastian Voss (Formel Master) bereits der schnellste Monoposto. Voss setzte sich aber nur hauchdünn durch. Der Fünftplatzierte Roland Bossy war mit seinem Tatuus Formel 3 richtig schnell unterwegs und verpasste den Titel «Best of the Rest» um schlappe drei Hundertstelsekunden. Nach hinten – auf Jean-Jacques Maître im Nova NP01 «Artcar» – hatte Bossy zwei Sekunden Vorsprung. Platz 3 bei den reinen Formelwägelchen sicherte sich Ursanne Salomon. Der Jurassier setzte sich mit einer feinen Darbietung und rund einer Sekunde Vorsprung auf Ex-Rennwagen-Meister Christian Balmer im Formel Master durch.

Noch vor Salomon sicherte sich Roger Schnellmann auf seinem Mitsubishi Evo VIII den Sieg bei den Tourenwagen. Der Schwyzer fuhr in 1:17,571 min im ersten Rennlauf die deutlich schnellste Tourenwagenzeit und sicherte sich so souverän einen «25er». Neue Rekorde gab es für einmal nicht. Bei den Tourenwagen fehlten knapp drei Sekunden auf die Bestmarke von Ronnie Bratschi aus dem Jahr 2019. Faustini war bei den Rennwagen knapp 1,2 Sekunden langsamer als Eric Berguerand bei seiner Rekordfahrt 2022.

Zweitschnellster Tourenwagenpilot im Klettgau war der Österreicher Thomas Strasser auf seinem ultrabreiten VW Corrado. Nur zwei Plätze dahinter liess sich Ludovic Monnier mit seinem VW Golf und einer Gesamtzeit von 2:41,732 min Platz 3 (respektive Platz 2 in einer reinen Schweizer Wertung) notieren. Dritter wurde so gesehen Hermann Bollhalder auf seinem Opel Speedster – noch vor den beiden Porsches von Christoph Zwahlen und Jean-Paul Chiquita.

Schnellmann Kaufmann Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Roger Schnellmann war der schnellste Tourenwagenfahrer © Kaufmann

Der angekündigte Führungswechsel im Tourenwagen-Gesamtklassement kam nicht zustande. «Speedmaster», der für Oberhallau in einen Lancia Delta S4 von Bruno Ianniello umgestiegen ist, erwischte nicht sein bestes Rennwochenende. Im zweiten Training am Samstag hatte der Lancia beim Runterschalten plötzlich abgestellt. «Wir hatten einen Schaden an der Nockenwelle», meinte «Speedmaster». Nur dank einer Nachtschicht Ianniellos konnte der rote S4 am Sonntag wieder starten. Doch nach einer 1:23,0 im ersten Durchgang und der zwischenzeitlichen Führung in der Interswiss bis 3 Liter rutschte der Berner in Lauf 2 nach einem Dreher vor der «Tarzankurve» auf Rang 3 in seiner Gruppe ab. Damit bleibt es bei den Tourenwagen bis zum Finale in Les Paccots am 20. September spannend. Neben «Speedmaster» kommen dort Stephan Burri (setzte sich in der IS bis 2 Liter gegen Manuel Santonastaso durch, blieb aber hinter dem entfesselt gefahrenen Dominic von Rotz Dritter in der IS), Ludovic Monnier und TCR-Fahrer Sergio Kuhn, der in Oberhallau in seiner Klasse voll punktete, als mögliche Nachfolger von 2025-Meister Danny Krieg in Frage.

Offen ist auch weiterhin der Kampf um den Sieg im Berg-Pokal. Burri und Monnier liegen auch nach Oberhallau mit dem Punktemaximum in Führung. Falls auch nach Les Paccots Punktegleichstand herrscht, ginge der Titel an Monnier, weil dieser im SCRATCH die besseren Resultate vorzuweisen hat.

Entschieden dafür die Schweizer Junior-Meisterschaft. Diese ging an Alessandro Grispino auf Renault Clio. Der Schweizer Slalom-Meister liess sich auch im achten Rennen die Maximalpunktzahl gutschreiben und sicherte sich den Titel vor Salomon und Steven Chiquita (BMW E30). Die Erleichterung war Grispino nach dem zweiten Lauf ins Gesicht geschrieben. «Ich war schon ziemlich nervös», gestand der junge Schwyzer. «Ich hatte vor diesem Rennen alles doppelt gecheckt. Dass die Rechnung aufgegangen ist und ich nach dem Slalom- nun auch den Junioren-Titel gewinnen durfte, freut mich natürlich ganz besonders.»

Besonders erwähnenswert wäre dann auch noch die Vorstellung von Marc Roth. Der 62-Jährige hat 2007 seine letzte Saison bestritten. Im Vorjahr kam er mit seinem Toyota Corolla zum Gurnigel und nach Oberhallau. Gestern sicherte er sich im Schaffhausischen den Klassensieg in der Interswiss bis 1,6 Liter. Roth war dabei zwei Sekunden schneller als im Vorjahr. «Ich wollte schauen, ob ich die 30er-Marke knacken kann», meinte Roth. In 1:28,7 min hat er das locker geschafft.

Kuhn Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Sergio Kuhn war einmal mehr der schnellste TCRler © Eichenberger

Die positive Bilanz von Oberhallau mit rund 15'000 Zuschauern wurde am Sonntag etwas getrübt, weil der dritte Rennlauf für alle Fahrerinnen und Fahrer gestrichen werden musste. «Wegen vieler Unterbrechungen am Sonntagvormittag konnten wir den Zeitplan und damit die behördliche Bewilligung für die Streckennutzung zeitlich nicht einhalten», erklärte OK-Präsident Sascha Schlatter.

Alle CH-Klassensieger in Oberhallau entnehmen Sie der Übersicht: 
Alessandro Grispino (Renault Clio, A/ISA/R2/R3), Claudio Grispino (Renault Mégane RS, N/ISN), Roland Graf (Toyota GR Yaris, SuperSérie Comp. bis 3000 cm3), Pierre Mürner (Porsche GT3 992, SuperSérie Comp. Über 3000 cm3), Markus Brander (March 742, Gr. H Rennwagen bis 1600 cm3), Armin Buschor (BMW 320, Gr. H Tourenwagen bis 2000 cm3), Jean-Louis Fleury (Opel Ascona B, Klassische Fahrzeuge über 2000 cm3), Sergio Kuhn (Peugeot 308, TCR), Jürg Brunner (Renault Clio, RCC 2), Thomas Zürcher (Renault Clio, RCC 3), Andreas Helm  (VW Polo, E1 bis 1400 cm3), Hans-Peter Eller (Opel Kadett C, E1 bis 1600 cm3), Ludovic Monnier (VW Golf Rally, E1 bis 2000 cm3), Jonas Magnin (Honda Civic, E1 bis 2500 cm3), Hermann Bollhalder (Opel Speedster, E1 bis 3000 cm3), Reto Steiner (Ford Escort, E1 bis 3500 cm3), Roger Schnellmann (Mitsubishi Evo VIII, E1 bis 4000 cm3), Corsin Rietiker (BMW E36 GTR, E1 über 4000 cm3), Sabrina Fankhauser (Toyota Yaris, IS bis 1400 cm3), Marc Roth (Toyota Corolla, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Ferdi Waldvogel (BMW M3 E30, IS bis 2500 cm3), Marco Marte (BMWM3, E1 bis 3000 cm3), Dominic von Rotz (Audi A4 Quattro, IS bis 3500 cm3), Jean-Paul Chiquita (Porsche GT3 Cup, IS über 3500 cm3), Christian Müller (Formel BMW, E2-SS bis 1600 cm3), Ursanne Salomon (Dallara F3, E2-SS bis 2000 cm3), Roland Bossy (Tatuus F3-T318, E2-SS bis 3000 cm3), Antonino Scolari (Nova NP03, E2-SC bis 1600 cm3), Jean-Jacques Maître (Nova NP01, E2-SC bis 2000 cm3), Robin Faustini (Nova NP01, E2-SC bis 3000 cm3).

Und so geht es weiter:
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

Grispino Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der neue Junioren-Meister 2026: Alessandro Grispino © Eichenberger

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28.08.2026 Young Drivers Projekt: Nachwuchsfahrer begeistern Formel-4-Teamchef
Gruppenfoto mit Jenzer Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Andreas Jenzer (5. von rechts) mit Fahrercoach Levi Arn (5. von links) und den Young Drivers beim Formel-4-Test auf dem Circuit du Laquais © Eichenberger

Am vergangenen Dienstag hat im Rahmen des Young Drivers Projekts der Formel-4-Test mit Jenzer Motorsport auf dem Circuit du Laquais in Frankreich stattgefunden. Von Seiten des Teamchefs gab es grosses Lob an den diesjährigen Jahrgang.

Andreas Jenzer von Jenzer Motorsport hat in mehr als 30 Jahren schon vieles mit jungen Nachwuchsrennfahrern erlebt. Den Young-Drivers-Test von Auto Sport Schweiz hat er bereits zum siebten Mal ausgerichtet (2013-2015 und 2023-heute). Noch nie war er nach der Veranstaltung so des Lobes: «Grosses Kompliment an die neun jungen Nachwuchsrennfahrer. So mühelos und erfolgreich sind wir noch nie durchs Programm gekommen. Ich habe zwar nicht so viel von der Action auf der Strecke gesehen. Aber mit meiner Erfahrung reicht das, was ich gehört habe – und da muss ich sagen, ich war begeistert!»

Insgesamt haben neun junge Nachwuchsrennfahrer am diesjährigen Test im Rahmen des Young Drivers Projekts teilgenommen. Fünf davon hatten schon etwas Erfahrung. Neil Russell, Raul Martinez, Alexis Genolet und Alexander Zafiriadis waren bereits im Vorjahr beim eintägigen F4-Test mit Jenzer Motorsport dabei. Damals allerdings noch in Bresse (FRA). Paul Andriotis hat im Mai dieses Jahres vom Kart- in den Automobilrennsport gewechselt. Der 15-Jährige vom Genfersee hat seither schon den einen oder anderen Test absolviert und verfügte – gemessen an der «Konkurrenz» – über die meiste Erfahrung. Anders Felicitas Heidegger, Jah Bühler, Gianluca Bogo und Lenyo Gafner. Für dieses Quartett waren es die ersten Meter im Formel-4-Tatuus.

Buehler Action Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vom Kart ins Rennauto: Für die Hälfte der Piloten war es der erste Test mit einem Formel-4-Auto (im Bild: Jah Bühler) © Eichenberger

Alle neun Fahrer absolvierten vier Turns zu je 15 Minuten. Danach gab es Video- und Datenanalyse. Für Ersteres war hauptsächlich Levi Arn zuständig. Arn hat Anfang dieses Jahres für Jenzer Motorsport die Winterserie absolviert und bestreitet aktuell die italienische F4-Meisterschaft für das Team aus Lyss. Auch er war nach dem Testtag als «Coach» sehr zufrieden. «Natürlich gab es Unterschiede. Es haben ja auch nicht alle bei Null angefangen. Aber bei allen hat man während des Tages eine gute Lernkurve gesehen. Ausserdem waren alle sehr wissbegierig und motiviert.»

Für die jungen Nachwuchsfahrer ging das Nachwuchs-Programm von Auto Sport Schweiz schon gestern Donnerstag mit einem Webseminar «Hydration & Elektrolyte» weiter. Im September und Oktober sind noch weitere Workshops geplant. Wer 2026 «Young Driver des Jahres» wird, wird dann am 11. Dezember im Rahmen des «Dîner des Champions» in Bern bekanntgegeben. Dem Sieger winkt ein an den Automobilrennsport gebundenes Preisgeld von 30'000 Franken.

Drei Autos Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Drei Autos, neun Fahrer: Jenzer Motorsport beim Test in Laquais © Eichenberger

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27.08.2026 Thomas Schmid holt Titel im Renault Twingo Cup
Thomas Schmid Podium 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Thomas Schmid rechts beim Finale am Slovakiaring © Dudás

Ob Bergrennen, Rallye, Autocross, Simracing oder Rundstrecke – Thomas Schmid ist auf allen Unterlagen schnell. Nun hat der 31-jährige Ostschweizer auf Anhieb den Titel im Renault Twingo Cup geholt.

Thomas Schmid hat in seiner Motorsport-Karriere schon vieles ausprobiert. Und er ist eigentlich mit jedem fahrbaren Untersatz schnell. Egal ob Rallye, Autocross, Bergrennen, Simracing oder Rundstrecke: Der 31-jährige St. Galler macht überall eine gute Figur. 2018 gewann er in der Schweiz die Junioren-Berg- und die Rallye-Meisterschaft. Um weiterzukommen fehlten ihm die nötigen Mittel. Auf diese Saison hin hat der sechsfache Schweizer Simracing-Champion auf die Rundstrecke gewechselt. Genauer gesagt in den Renault Twingo Cup. Und diesen gewann er am vergangenen Wochenende. Auf dem Slovakiaring reichten Schmid ein zweiter und ein vierter Platz zum Titelgewinn. Mit einem Gesamtscore von 133 Punkten distanzierte er den Italiener Giacomo Pegazzano (26 Punkte Rückstand auf Schmid) und den Tschechen Oliver Steiner (32) auf die Plätze 2 und 3.

Schmid hatte schon beim Saisonauftakt in Kroatien mit zwei dritten Plätzen auf sich aufmerksam gemacht. Nach dem ersten Rennwochenende lag er auf Platz 2 im Gesamtklassement. Am Salzburgring (AUT) lief es Schmid dann nicht nach Plan. Nur Zehnter im Quali und Siebter im Rennen – damit rutschte er einen Platz nach hinten. Das zweite Rennen auf dem schnellen Salzburgring musste wegen einem Unwetter abgesagt werden.

Rennen 3 in Most (CZE) lief dann ganz nach dem Gusto des schnellen Ostschweizers. Schmid holte sich die Pole-Position und gewann beide Rennläufe. Damit übernahm er im Gesamtklassement die Führung. Und diese gab er auch beim Finale in der Slowakei nicht mehr ab. «Es war nicht einfach», meinte Schmid. «Die Rennen mit den rund 80 PS starken Twingos waren stets von viel Taktik und Windschattenduellen geprägt. Da kann ein Rennen schnell einmal auf die eine oder andere Seite kippen. Zum Glück ist die Rechnung für mich aufgegangen.»

Wie es mit Schmid weitergeht, ist noch offen. Der Gewinner des Twingo-Cups bekommt eine halbe Saison in der Formel 4 CEZ offeriert. «Mal schauen, was sich daraus ergibt. Ich bin gerade in Gesprächen mit dem Promotor», sagt Schmid.

Für die beiden anderen Schweizer Dylan Stebler und Noah Bognanni endete die Saison auf den Rängen 10 und 16.

Thomas Schmid 2026 renault Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Taktik und Windschatten prägen die Rennen des Renault Twingo Cups. Im Bild: Thomas Schmid in Führung © Dudás

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26.08.2026 Vorschau Oberhallau: Matchball für Faustini
Faustini Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hat Faustini am Sonntag allen Grund zum Lachen? Vermutlich ja! © Eichenberger

Am Wochenende findet in Oberhallau der vorletzte Lauf zur diesjährigen Schweizer Berg-Meisterschaft statt. Wie im Vorjahr kann Robin Faustini vorzeitig den Sack zumachen.

Am Wochenende findet in Oberhallau (Kanton Schaffhausen) der sechste Lauf zur Schweizer Berg-Meisterschaft statt. Weil das darauffolgende Rennen am Gurnigel wegen Trockenheit abgesagt wurde, ist das Rennen im Klettgau der vorletzte Lauf der diesjährigen Berg-Meisterschaft. Und weil Gesamtleader Robin Faustini (bis auf Les Rangiers) bisher jedes Rennen dominierte, wird deshalb am Wochenende mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits die Titelentscheidung fallen. 

Fünf Punkte braucht der 28-jährige Aargauer theoretisch noch bis Saisonende, um sich zum dritten Mal in Serie Schweizer Berg-Meister der Rennwagen nennen zu dürfen. Und auch diese fünf Punkte braucht er nur dann, wenn Michel Zemp die beiden letzten Rennen in Oberhallau und Les Paccots (20. September) in neuer Rekordzeit gewinnen würde. Zwei Siege allein reichen dem Luzerner auf seinem Norma-Helftec M20 FC nur dann, wenn Faustini mit seinem Nova-Emap zwei Mal leer ausgehen würde. Aber eigentlich sind alle Rechenspiele umsonst. Faustini wird in Oberhallau zur Kür antreten. Zemp fährt gegen Marcel Steiner im wieder auf Vordermann gebrachten Nova-Helftec um den zweiten Schlussrang.

«Die Probleme mit dem Leistungsverlust sollten aussortiert sein», sagt Faustini vor dem Rennen in Oberhallau, das er 2021 (ohne SM-Status), 2024 sowie 2025 schon drei Mal gewonnen hat. Ob es für Faustini am Sonntag auch zu einem neuen Streckenrekord reichen wird, ist eine andere Geschichte. Im Vorjahr verpasste er die Bestmarke von Eric Berguerand aus dem Jahr 2022 um knapp zwei Zehntelsekunden. Gut möglich, dass Faustini, der schon in La Roche und Reitnau eine neue Rekordzeit fuhr, auch in Oberhallau einen neuen Streckenrekord erzielt.

Zemp Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Michel Zemp liegt gegenwärtig auf dem zweiten Gesamtrang © Eichenberger

Bei den Tourenwagen wird es an der Tabellenspitze womöglich zu einem Positionswechsel kommen. Der noch führende Stephan Burri auf seinem VW Scirocco wird in Oberhallau womöglich von «Speedmaster» abgelöst. Der Teamchef von MB Motorsport nimmt diesmal mit einem Lancia Delta S4 in der Interswiss bis 3 Liter teil. Für «Speedmaster» ist dies schon der zweite Fahrzeugwechsel. Angefangen hat er die Saison mit dem von Romeo Nüssli erworbenen Ford Escort Cosworth. In Les Rangiers fuhr er zuletzt (ebenfalls in der Interswiss) einen Porsche 997 GT3 R. Falls «Speedmaster» in Oberhallau die IS gewinnt, kommt er auf 120 Punkte. Und das bereits mit einem Streichresultat (Anzère). Damit würde er als Leader zum letzten Lauf nach Les Paccots anreisen. Der Kampf um die Top 3 in der Tourenwagen-Wertung ist aber noch lange nicht gegessen. Neben «Speedmaster» und Burri sind auch Ludovic Monnier in seinem VW-Golf-Turbo und Sergio Kuhn in seinem TCR-Peugeot in einer starken Position. Letzterer kann in Oberhallau dank einem gut gefüllten TCR-Feld (neun Autos) voll punkten.

Wenn es um den Gesamtsieg bei den Tourenwagen geht, steht natürlich Roger Schnellmann in seinem Mitsubishi Evo VIII an ganz vorderster Stelle. Wenn das Auto hält, dürfte es für die Konkurrenz schwierig sein, ihn am Tourenwagen-Tagessieg zu hindern. Ob es für Schnellmann auch zu einem neuen TW-Rekord reichen kann? «Ich bin 2022 1:16,11 min gefahren. Bratschi wurde 2019 in 1:14,56 min gestoppt», sagt der Schwyzer. «Aber nach den Erfahrungen von dieser Saison werde ich in Oberhallau nicht auf Biegen und Brechen den Rekord anpeilen. Ausserdem ist Bratschis Zeit von damals schon eine Hausnummer. An die muss man zuerst herankommen.»

An weiteren schnellen Tourenwagen-Fahrern mangelt es in Oberhallau nicht. Mit Christoph Zwahlen, Hermann Bollhalder, Reto Steiner, Remo Fischer (der erstmals auf Vorjahreswerte zurückgreifen kann), Jean-Paul Chiquita oder Arnaud Donzé, um nur ein paar zu nennen, sind einige Fahrer am Start, die den hoffentlich zahlreich erscheinenden Fans Freude bereiten. Nicht am Start ist leider Danny Krieg mit seinem neuen Audi RS3 LMS. «Es ist zeitlich nicht aufgegangen», sagt der letztjährige Tourenwagen-Champion. «Aber 2027 bin ich dann definitiv dabei – und zwar schon zum Saisonauftakt bei einigen Slaloms.»

Entschieden wird in Oberhallau auch die Junioren-Meisterschaft 2026. Es führt Alessandro Grispino (Renault Clio) vor den beiden BMW-Kutschern Steven Chiquita und Hugo Mascaro. Auf Platz 4 liegt Ursanne Salomon. Er ist der einzige, der Grispino noch am Titel hindern könnte.

Speedmaster Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
«Speedmaster»: Bald schon der Führende bei den Tourenwagen? © Eichenberger

Zur Strecke: Exakt drei Kilometer lang ist die Strecke in Oberhallau. Der Höhenunterschied vom Start (Ausgangs Dorf Oberhallau) bis zum Ziel (Vordere Berghöfe) misst 157 Meter. Die durchschnittliche Steigung beträgt 5,2 Prozent. Am steilsten Ort geht es mit 6,5 Prozent den Berg hoch. Der absolute Streckenrekord hält immer noch Eric Berguerand in 1:07,56 min (= 159,86 km/h) aus dem Jahr 2022. Das Rennen in Oberhallau gehört zu den traditionsreichsten Bergrennen in der Schweiz. Die erste Ausgabe fand 1923 statt. Seit der Neuauflage 1966 ist Oberhallau Bestandteil des Schweizer Bergmeisterschafts-Kalenders. Auch der KW Berg-Cup ist dieses Jahr wieder dabei.

Die Trainingsläufe in Oberhallau starten am Samstag, 29. August, ab 7.30 Uhr. Zwischen 12.00 und 12.30 Uhr ist Mittagspause. Weiter geht es dann ab 12.30 bis 17.30 Uhr.  Insgesamt sind drei Trainingsläufe geplant. Der Rennbetrieb geht am Sonntag mit drei Läufe ebenfalls ab 7.30 Uhr los (bis ca. 18.00 Uhr). Die beiden besten Laufzeiten werden am Ende addiert. Mittagspause ist zwischen 12.10 und 12.50 Uhr. Das Ticket kostet am Samstag 20.- Franken (im Vorverkauf 15.-), am Sonntag 30.- Franken (Vorverkauf 25.-). Eine Weekend-Eintrittskarte gibt es für 40.- Franken (Vorverkauf 35.-). Kinder bis 15 Jahre haben freien Eintritt. Auch der Parkplatz ist gratis.

Mehr über das Bergrennen Oberhallau erfahren Sie unter https://bergrennen-oberhallau.ch/

Termine Schweizer Berg-Meisterschaft 2026
6./7. Juni, Hemberg*
13./14. Juni, La Roche – La Berra*
28. Juni, Reitnau
25./26. Juli, Ayent – Anzère*
14.-16. August, Saint-Ursanne – Les Rangiers
29./30. August, Oberhallau*
19./20. September, Châtel-St-Denis – Les Paccots

Anm.: Die mit Sternen versehenen Rennen zählen zur Schweizer Junior-Meisterschaft

Oberhallau Ambiance Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Jetzt, wo der Gurnigel nicht stattfindet, sollten die Fans eigentlich in Scharen zum Bergrennen nach Oberhallau kommen © Eichenberger

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26.08.2026 autobau SKM: Video aus Cremona ist online!

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft hat am Wochenende auf dem Kartodromo in Cremona ihren fünften Lauf der Saison 2026 ausgetragen. Die Zusammenfassung ist ab sofort online! Klicken Sie aufs Bild – und los geht's!

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24.08.2026 autobau SKM Cremona: Dan Allemann nach «Grand Slam» schon durch
X30 Start Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Start zum X30-Finale: Allemann fährt vorne weg © Eichenberger

In einer von vier Kategorien ist beim fünften Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft im italienischen Cremona eine Entscheidung gefallen. Dank eines «Grand Slams» steht Dan Allemann in der X30 Challenge Switzerland bereits als Meister fest.

43 Punkte Vorsprung hatte Dan Allemann vor dem gestrigen fünften Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in Cremona (ITA) in der Kategorie X30 Challenge Switzerland. Dank eines «Grand Slams» (Pole-Position, drei Laufsiege und schnellste Rennrunde im Finale) hat er sein Polster auf 82 Zähler ausbauen können. Damit steht der 14-jährige Spirit-Fahrer – unter Vorbehalt der Anerkennung der Resultate durch die NSK – bereits vor dem SKM-Finale in Wohlen am 10. Oktober als erster Schweizer Meister 2026 fest. Der Sohn von Spirit-Teamchef Ken Allemann hat in keinem der drei Rennen auch nur irgendetwas anbrennen lassen. Im ersten Vorlauf siegte er mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Teamkollege Eric Fross, im zweiten Durchgang liess er Tyron Jaquet (ebenfalls Spirit) mit 0,7 Sekunden hinter sich und im Finale verwiess er MH-Racing-Pilot Nicola Mateo Frigg mit 1,7 Sekunden Rückstand auf Rang 2 und Teamkollege Gauthier Sanjuan mit 7,3 Sekunden auf Rang 3. «Ich habe gehofft, dass ich den Titel schon hier gewinnen kann», sagte Allemann, der 2022 schon bei den Super Minis Schweizer Meister war. «Mir war aber klar, dass ich mir hierfür keinen Fehler leisten darf.» Der auf Rang 2 liegende Michael Müller (Virtus Motorsport) hatte kein Rezept gegen Allemann gefunden. Die Enttäuschung darüber, dass er es am fünften Rennwochenende zum ersten Mal in dieser Saison in keinem Rennen auf dem Podest landete, stand dem Routinier ins Gesicht geschrieben. Der 26-jährige Müller sagte aber auch: «Ich habe vor der Saison nicht damit gerechnet, dass ich so gut und so lange mit Allemann mithalten kann. Deshalb darf ich ruhig auch ein wenig stolz auf meine Leistung sein.» Jetzt geht es darum, den Vorsprung auf den Drittplatzierten Alexis Genolet über die Runden zu kriegen. Dieser betrug vor Cremona 43, nun 41 Punkte. «Was mich an diesem Wochenende am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass ich nicht weiss, warum ich nicht schnell genug war», meinte Müller. 

Super Mini Iten Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ben Iten hat nun 43 Punkte Vorsprung bei den Super Minis © Eichenberger

Noch nicht am Ziel ist Allemanns Teamkollege Ben Iten. Der Führende bei den Super Minis hat seinen Vorsprung in Cremona von 27 auf 43 Punkte ausbauen können. Auch dem elfjährigen Zuger gelang beim fünften Lauf ein «Grand Slam». Die Freude darüber war dementsprechend gross: «Ich war schon ein paar Mal nahe dran, aber meistens hat mir die schnellste Rennrunde gefehlt», meinte Iten, der vor Wochenfrist übrigens bei der IAME Benelux eine sensationelle Aufholjagd zeigte und dort Zweiter wurde! Bei noch 75 Punkten, die es beim Finale in Wohlen maximal zu gewinnen gibt, hat Iten eine komfortable Ausgangslage. Streitig machen kann ihm der Titel nur noch seine Teamkollegin Joy Allemann. Sie hat mit drei zweiten Plätzen einmal mehr ihr Potenzial gezeigt. Dritter wurde im Finale Lewis David. Für den Fahrer aus dem Team Swiss Hutless war dieser dritte Platz eine besondere Genugtuung. Vor einem Jahr hatte er sich in Cremona bei einem Unfall unglücklich überschlagen. Diesmal durfte er strahlend den drittgrössten Pokal mit nach Hause nehmen. Anders die Gemütslage bei Kimi Prost. Der Enkel des viermaligen F1-Weltmeisters Alain Prost wurde nach dem Finale von allen drei Rennen disqualifiziert. Prost jr. hatte sich in der letzten Runde des Finals gedreht, ist danach quer über die Strecke gefahren und hat das obligatorische Wägen im Parc fermé ausgelassen.

OK Junior Buhofer Fricker Sarkar Citino Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Das OK-Junior-Podium mit Buhofer, Fricker und Sarkar © Citino

Apropos Strahlen: Auch Davids Teamkollege bei Swiss Hutless, Dilan Roman Fricker, hatte bei der Siegerehrung der OK Junioren ein breites Grinsen aufgesetzt – zurecht! Der Elfjährige hat zurzeit einen unglaublichen Lauf. Einen neuerlichen «Grand Slam» verpasste er zwar, weil Zoltan Coigny (Spirit) ihm die Pole-Position stibitzte und ihn auch im ersten Lauf zu bezwingen vermochte. Danach war es aber Fricker, der den Ton angab – und das wie schon zuletzt in 7 Laghi mit einer nahezu fehlerlosen Leistung. «Ich habe mich aus allem herausgehalten und bin einfach so schnell wie möglich gefahren», meinte der junge Berner, der trotz einer Fünf-Sekunden-Strafe (Fehler bei der Startprozedur) souverän gewann. Ein besonderes Geheimnis habe er nicht, meinte Fricker. «Ich fahre einfach und denke gar nicht viel nach.» Platz 2 im Finale belegte Aaron Buhofer (Spirt), der nach einer Unsportlichkeit im ersten Lauf mit einer Verwarnung davonkam. Dritter wurde nach einer erneut sehr soliden Leistung Cyrill Sarkar (MH Racing). Der in der Meisterschaft bis dato Führende Alejandro Campos (Spirit) musste sich mit den Plätzen 5, 4 und 4 begnügen. «Mein Motor war heute nicht gut genug», meinte der 14-Jährige aus Vuiteboeuf. In der Meisterschaft führt nun Fricker 26 Punkte vor Campos. In Wohlen ist noch alles möglich. Bei der gegenwärtigen Form von Fricker wird es für Campos aber eine Herkulesaufgabe werden, wenn er den Fahrer aus dem Team Swiss Hutless noch am Titelgewinn hindern möchte.

KZ2 Lienard Boss Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
KZ2-Sieger vor KZ2-Leader: Bastien Liénard vor Kilian Boss © Eichenberger

Auch in der Kategorie KZ2 (bei den Schaltkarts) ist eine Vorentscheidung gefallen. Allerdings nicht so, wie es sich das der Führende Kilian Boss (Team Swizz Evenzz) vorgestellt hat. Der ehemalige Gewinner des Young Driver Projekts kollidierte in der letzten Runde des Finals heftig mit seinem Verfolger Paolo Castagnetti  vom Team Gerber Corse. Beide Fahrer blieben unverletzt. Die Rennleitung hakte den Unfall als «race incident» ab. «Ich muss 75 Prozent des Unfalls auf meine Kappe nehmen», meinte Castagnetti, der im zweiten Lauf bereits einen Motorschaden zu beklagen hatte. «Und ich entschuldige mich an dieser Stelle auch bei Kilian. Er war in der letzten Runde sehr viel langsamer. Ich kam mit deutlich mehr Tempo in diese schnelle Links-Rechts-Kombination.» Für Boss hielt sich der Schaden – zumindest mit Blick auf die Meisterschaft – in Grenzen. Vor Wohlen führt er mit 47 Punkten. Allerdings nicht mehr vor Castagnetti, sondern vor Bastien Liénard. Der Fribourger hatte nach dem Triumph von Boss im ersten Vorlauf bereits Durchgang 2 gewonnen. Im dritten Lauf übernahm er vom Start weg das Kommando und sicherte sich seinen ersten Finalsieg im Rahmen der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. «Ein schöner Sieg», freute sich Liénard. «Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich beim letzten Rennen in 7 Laghi noch in der ersten Kurve abgeschossen wurde.» Durch den Ausfall von Boss und Castagnetti erbten Florian Esteve (DEL motorsport) und Privatbewerber Kai Perner die Plätze 2 und 3. 

Und so geht es weiter:
10. Oktober, Wohlen

X30 Frigg Allemann Sanjuan Citino Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
X30-Meister Allemann (Mitte) mit Frigg (l.) und Sanjuan (r.) © Eichenberger

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21.08.2026 Entscheid der Ärztlichen Kommission: Sicherheit im Motorsport hat oberste Priorität

Die Ärztliche Kommission von Auto Sport Schweiz hat im Rahmen einer medizinischen Neubeurteilung entschieden, einem aktiven Piloten aus dem Kanton Jura die bestehende REGionale Lizenz mit sofortiger Wirkung abzuerkennen. Gleichzeitig wurde ein Antrag des betroffenen Fahrers auf den Umstieg auf eine NATionale Lizenz abgewiesen.

Dieser einschneidende Entscheid basiert auf den strengen medizinischen Richtlinien von Auto Sport Schweiz und den internationalen Vorgaben der FIA (Fédération Internationale de l'Automobile). Bei der Überprüfung der Fahrtauglichkeit wurde eine neurologische Indikation (Epilepsie) festgestellt, welche den Erhalt oder die Neuausstellung einer Lizenz zwingend ausschliesst.

Wir sind uns bewusst, dass ein solcher Entzug für den betroffenen Piloten einen schweren sportlichen Rückschlag bedeutet. Im Motorsport steht die Sicherheit jedoch an allererster Stelle. Die Richtlinien dienen dem Schutz des Fahrers selbst sowie der Sicherheit aller anderen Lizenznehmer, Streckenposten und Zuschauer an den Rennstrecken.

Der Pilot kann mittels zusätzlichen neurologischen Gutachten eine Neubeurteilung der Situation durch die Ärztliche Kommission von Auto Sport Schweiz beantragen.

Auto Sport Schweiz bittet, die Privatsphäre des betroffenen Piloten zu respektieren. Aus Gründen des Datenschutzes und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte werden im vorliegenden Fall keine weiteren Details zu den medizinischen Hintergründen oder zur Identität des Fahrers öffentlich bekannt gegeben.

Wir danken für das Verständnis.

Nationale Sportkommission (NSK) / 

Ärztliche Kommission

Auto Sport Schweiz

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20.08.2026 Ruedi Fuhrer: Mit 70 bei den absolut Schnellsten
Ruedi Fuhrer 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fuhrer zählt mit seinen 70 Jahren immer noch zu den Schnellsten © Eichenberger

Wer kennt ihn nicht? Der gelb-schwarze Honda CRX ist in der Schweizer Berg-Meisterschaft ein absoluter Hingucker. Und der Mann hinterm Lenkrad ist richtig schnell. In Les Rangiers war Ruedi Fuhrer (70) zuletzt vielleicht einen Tick zu schnell… 

«Chapeau», wer mit 70 noch so ein Tempo drauf hat. Ruedi Fuhrer zählt in der E1 bis 2 Liter mit seinem gelb-schwarzen Honda CRX regelmässig zu den schnellsten Fahrern. Zwei Mal fuhr er in seiner Klasse in diesem Jahr schon aufs Podest: In Hemberg war er Dritter hinter Ludovic Monnier und Kurt Tschirky, in La Roche Zweiter hinter Monnier. In Les Rangiers peilte der Brienzer einen weiteren Podestplatz an. Nach dem ersten Lauf war er in 2:10,6 min Zweitschnellster. Nur Monnier mit seiner Turbo-Power war klar schneller. Auf Fabien Houlmann hatte Fuhrer 1,2 sec Vorsprung. Und wir alle wissen: Houlmann fährt nicht nur eine extrem saubere Linie, Houlmann zählt schlichtweg zu den schnellsten Bergrennfahrern der Schweiz.

Im zweiten Durchgang war für Fuhrer nach der Tankstelle, also beim Dorfausgang, leider Schluss. In der Kompression «versetzte» der über 300 PS starke Honda, traf rechts die Leitschienen und kreiselte dann an dieser weiter. «Der Unfall war eigenartig», sagt Fuhrer. «Die Hinterachse ist in der Kompression in die Luft gesprungen.» Die Schadensbilanz hält sich einigermassen in Grenzen: «Das Chassis ist ganz geblieben, der Radschenkel vorne ist kaputt und Unterboden und Radläufe müssen natürlich auch ersetzt werden.» Für Oberhallau muss Fuhrer leider «Forfait» geben. «Dafür reicht die Zeit nicht. Gurnigel hätte gepasst – aber dieses Rennen findet ja nicht statt. Vielleicht komme ich noch nach Les Paccots. Obwohl dieses Rennen genau in meinen Ferien liegt…»

Ruedi Fuhrer Hemberg 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Ruedi Fuhrer in Hemberg: Platz 3 zum Auftakt © Eichenberger

Fuhrer selbst hat nach einer kurzen medizinischen Abklärung vor Ort sofort wieder grünes Licht bekommen, auch wenn er sagt: «Die Rippen spüre ich schon ein wenig…» Der verpasste Rennlauf schmerzte den unverwüstlichen Berner aber vielmehr. «Die Zeit wäre richtig gut geworden», meint er. «Der erste Lauf war schon super, aber nicht ganz sauber.» Nur zu gerne hätte Fuhrer die Schallmauer von 2:10 min geknackt. «Weiter nach vorne muss ich nicht schauen. Monnier fährt in einer eigenen Klasse. Ihn habe ich mit seinen Zeiten schon gar nicht mehr auf dem Radar…»

Fuhrer ist schon früher Rennen gefahren. Als er sich selbstständig machte, rückte der Rennsport aus Zeitgründen in den Hintergrund. 2006 kehrte er bei REGionalen Rennen zurück und baute danach über Jahre hinweg seinen Honda CRX auf. 2014 verunfallte er in Oberhallau vor der Tarzankurve. «Das Auto war ein Totalschaden», erinnert sich Fuhrer. Aber er kam zurück. Seit 2016 gibt Fuhrer wieder regelmässig Gas. Und als gelernter Automechaniker mit einer eigenen Garage in Brienz hat er den «kleinen Japaner» seither immer weiter verbessert. Lachend meint Fuhrer: «Jetzt, wo das Auto top ist, ist der Fahrer in die Jahre gekommen…»

Ans Aufhören denkt der «Automechaniker im Ruhestand», so seine offizielle Bezeichnung auf der Homepage, aber noch nicht. Wenn es nach Ehefrau Vreni gegangen wäre, hätte er schon vor zwei Jahren aufhören sollen. «Aber solange ich Spass habe und noch immer aufs Podest fahren kann, mache ich weiter.»

Ruedi Fuhrer Anzere 2026 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fuhrer: «Solange ich aufs Podest fahren kann, mache ich weiter!» © Eichenberger

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19.08.2026 Teilaufhebung der Lizenzsuspendierungen gegen Karel Staut

Die Lizenzen für die Bereiche Karting und E-Sport des Piloten Karel Staut wurden mit sofortiger Wirkung wieder freigegeben. Die weltweite Suspendierung der Automobilsport-Lizenz bleibt hingegen unverändert bis zum 31. Dezember 2026 bestehen.

Im Nachgang zu den Verhandlungen der Disziplinarkommission (DK) von Auto Sport Schweiz vom 8. Oktober 2025 sowie des Nationalen Berufungsgerichts (NBG) vom 19. November 2025 wurden seinerzeit verschiedene Sanktionen gegen den Piloten Karel Staut verhängt. Der damals 14-jährige Fahrer hatte ohne die erforderliche, gültige Lizenz an Rundstreckenrennen im Automobilsport teilgenommen.

Die Disziplinarkommission sprach daraufhin eine Sperre für die Automobilsport-Lizenz bis zum 31. Dezember 2026 aus. Aufgrund von damals noch ausstehenden Bussen und Verfahrensgebühren im Gesamtkontext von CHF 12'121.50 suspendierte die Nationale Sportkommission (NSK) in der Folge auch seine Lizenzen für die Bereiche Karting und E-Sport.

Nachdem die offenen Forderungen per 5. August 2026 vollständig beglichen wurden, hebt Auto Sport Schweiz die verhängten Sperren im Bereich Karting und E-Sport per sofort auf.

Die weltweite Suspendierung der Automobilsport-Lizenz ist von dieser Teilaufhebung nicht betroffen und bleibt bis zum reglementarischen Ablauf am 31. Dezember 2026 vollumfänglich in Kraft.

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19.08.2026 Vorschau autobau SKM Cremona: Vier Kategorien, vier Duelle
Cremona Kartodorm Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
In Cremona findet der fünfte Lauf zur autobau SKM statt © Eichenberger

Mit Spannung wird am kommenden Sonntag, 23. August, der fünfte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in Cremona (ITA) erwartet. Entscheidungen werden wahrscheinlich noch keine fallen, es sei denn… 

Zum zweiten Mal nach 2025 gastiert die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft auf dem Kartodromo von Cremona in Italien. Der fünfte Lauf der diesjährigen Saison verspricht besonders viel Spannung. Denn in keiner der vier Kategorien hat sich bisher ein Fahrer so richtig absetzen können.

Den grössten Vorsprung hat Dan Allemann in der Kategorie X30 Challenge Switzerland. Der Sohn von Spirit-Teambesitzer Ken Allemann liegt vor dem Rennen in Cremona 43 Punkte vor Michael Müller vom Team Virtus Motorsport. Kann er diesen Vorsprung am Wochenende auf 75 Punkte ausbauen, wäre ihm der Titel schon vor dem Finale in Wohlen am 10. Oktober sicher. Dass Allemann jr. in der Lage ist, den Sack zuzumachen, ist unbestritten. Der 14-Jährige aus Birrhard (AG) verfügt über sehr viel Erfahrung. Und sein Speed ist unbestritten. Allerdings hat sich Verfolger Müller in dieser Saison als harter Brocken erwiesen. Der Routinier aus dem Glarnerland ist in bisher allen zwölf Rennläufen aufs Podium gefahren. Mehr als 24 Punkte hat er an einem Wochenende noch nie auf Allemann eingebüsst. Gut möglich also, dass der 26-Jährige die Meisterschaftsentscheidung vertagen kann. Vielleicht auch mit Hilfe von Alexis Genolet. Der Fahrer aus dem Team LKM liegt in der Meisterschaft auf Rang 3 (43 Punkte hinter Müller) und könnte in Cremona dem führenden Allemann durchaus noch Punkte wegnehmen. Und dann ist da auch noch der Viertplatzierte Nicola Mateo Frigg aus dem Team MH Racing. Im Vorjahr fuhr er bei den Junioren in Cremona einen «Grand Slam» heraus. 

X30 Mueller Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Michael Müller war bisher bei allen X30-Läufen unter den Top 3 © Eichenberger

Den zweitgrössten Vorsprung hat Spirit-Pilot Ben Iten bei den Super Minis. Der Zuger liegt 37 Punkte vor seiner Teamkollegin Joy Allemann. Die hat zuletzt in 7 Laghi mit drei Rennsiegen Boden gut gemacht und könnte mit einer ähnlichen Leistung in Cremona das Rennen um den Titel nochmals frisch lancieren. Fest steht jetzt schon, dass der Titel (unter normalen Umständen) an Spirit Racing geht. Denn auch der Drittplatzierte Kimi Prost fährt für das Team aus Bremgarten (AG), liegt aber bereits 66 Punkte hinter Iten. Besonders erfreulich ist, dass die Zahl der Teilnehmenden bei den Super Minis sich gegenüber dem letzten Rennen wieder verdoppelt hat. So ist beispielsweise auch Liam Allemann wieder am Start. Der Sohn der ehemaligen Kart-Europameisterin Cyndie Allemann fuhr im dritten Rennen in Levier (FRA) auf Anhieb aufs Podest.

Nur 25 Punkte trennen die beiden schnellsten Piloten der KZ2. Wobei Kilian Boss aus dem Team Swizz Evenzz gegenüber Paolo Castagnetti (Gerber Team Corse) das Momentum in den beiden letzten Rennen auf seiner Seite hatte. Auch in Sachen Siegen hat Boss die Nase mit 5:4 vorne. Ein Leichtes wird es für den ehemaligen Gewinner des Young Drivers Projekts aber nicht werden. Castagnetti wird in Cremona alles daran setzen, den Rückstand zu verringern. Die beiden werden den Titel aber bestimmt nicht in Ruhe unter sich ausmachen können. Mit Florian Esteve (3., DEL motorsports) und den beiden Privatbewerbern Bastien Liénard (4.) und Kai Perner (5.) mischen noch weitere schnelle Schaltkart-Piloten mit. Und auch Emilien Koestner (ebenfalls DEL motorsports) und Remo Largo (Swiss Hutless) haben zuletzt einen Aufwärtstrend gezeigt. 

KZ2 Boss Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
So stellt sich Kilian Boss den Zieleinlauf in Cremona vor © Eichenberger

Völlig offen ist der Kampf um den Titel bei den OK Junioren. Dort konnte Dilan Roman Fricker (Swiss Hutless) mit einem perfekten Wochenende in 7 Laghi zum Führenden Alejandro Campos (Spirit Racing) aufschliessen. Die beiden sind zwei Rennen vor Schluss nur gerade durch einen Punkt voneinander getrennt. Viel Druck von hinten werden die beiden in Cremona beim vorletzten Rennen nicht spüren. Zumindest, was die Meisterschaft betrifft. Der gegenwärtig Drittplatzierte Aurelio Longhitano verzichtet auf das Rennen in Italien. Und der Viertplatzierte Cyrill Sarkar (MH Racing) liegt doch schon 79 Punkte hinter der Spitze zurück. Zu weit weg, um Einfluss auf die Meisterschaft zu nehmen, ist auch Zoltan Coigny (Spirit Racing). Der junge Waadtländer hat aufgrund seiner internationalen Einsätze bisher die Hälfte der Saison der Schweizer Meisterschaft verpasst, ist zurzeit aber in bestechender Form und könnte in Cremona durchaus die Meisterschaftsentscheidung indirekt beeinflussen. 

Zur Strecke: Das topmoderne Kartodromo von Cremona liegt auf halbem Weg zwischen Mailand und Bologna und ist in diesem Jahr zum zweiten Mal Schauplatz für einen Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Die 1224 Meter lange Piste mit ihren 16 Kurven zählt zu den Topstrecken Italiens und ist Austragungsort vieler internationaler Rennen. So wurde 2025 beispielsweise die Kart-Weltmeisterschaft in der Kategorie OK-N in Cremona ausgetragen oder das IAME World Final (ebenfalls in der OK-N). Die Strecke besteht aus einem kurvigen Infield und einer langen, leicht gekrümmten Start- und Zielgeraden. Eine der besten Überholmöglichkeiten bietet sich am Ende der Gegengerade. 

OK Junior Campos Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Alejandro Campos liegt bei den Junioren nur einen Punkt vorne © Eichenberger

Weitere Informationen zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft finden Sie auf https://motorsport.ch/de/kartsport. Um Zeitnahme und Livetiming kümmert sich in Cremona www.savoiechrono.com

Zeitplan
Samstag, 22. August
09.00-17.30 Uhr, Freies Training gemäss Zeitplan Streckenbetreiber

Sonntag, 23. August
09.00-09.52 Uhr, Offizielles Training (10 min pro Kategorie)
10.00-10.36 Uhr, Zeittraining à 6 Minuten pro Kategorie
10.45-12.05 Uhr, Rennen 1
12.05-13.15 Uhr, Mittagspause
13.25-14.45 Uhr, Rennen 2
14.45-16.25 Uhr, Finalläufe
ca. 17.00 Uhr, Siegerehrung (alle Kategorien)

Termine autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2026
29. März, Franciacorta (ITA)
19. April, 7 Laghi (ITA)
31. Mai, Levier (FRA)
12. Juli, 7 Laghi 2 (ITA)
23. August, Cremona (ITA)
10. Oktober, Wohlen

Super Mini Iten Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Der Leader bei den Super Minis: Ben Iten © Eichenberger

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